SUCHE

Gewissheit für Häuslebauer

Gründau: Gemeindevertreter entscheiden endlich über Vergaberichtlinien: Die Hälfte der Grundstücke soll im Losverfahren, der Rest nach Punktesystem veräußert werden

18 Aug 2020 / 17:52 Uhr
Gründau (pfz). Wer in Gründau künftig ein gemeindeeigenes Grundstücke kaufen und darauf sein Haus bauen darf, wird wohl doch nicht komplett vom Glück abhängig sein. Hatten der Bauausschuss sowie der Haupt- und Finanzausschuss im Juni vergangenen Jahres sich noch mit Stimmen von CDU und FWG für ein Losverfahren ausgesprochen, sollen jetzt nur die Hälfte der Bauplätze nach dieser Richtlinie vergeben werden. Der Rest soll nach einem Punktesystem an Einheimische veräußert werden.

Die politischen Gremien sind spät dran mit dieser Entscheidung. „Die Zeit drängt“, sagte Bürgermeister Gerald Helfrich (parteilos) bereits vor mehr als einem Jahr angesichts des großen Interesses etwa an den Bauplätzen im Gebiet „Lange Rainshohle“ in Lieblos. Die im Jahr 2009 beschlossenen Richtlinien entsprechen nicht mehr der aktuellen Rechtsprechung. Bislang wurden die gemeindeeigenen Grundstücke in Gründau nach dem „Windhundprinzip“ vergeben: Wer zuerst kommt, mahlt zuerst.

Ein Arbeitskreis unter Beteiligung der drei Fraktionen von CDU, SPD und Freien Wählern, Mitarbeitern der Verwaltung und Rathauschef Helfrich hat seit Anfang Mai neue Richtlinien erarbeitet. Der aktuelle Entwurf, der nun den Gemeindevertretern in ihrer Sitzung am kommenden Montag zur Entscheidung vorgelegt wird, sei von einem Fachanwalt geprüft und somit rechtssicher, heißt es in der Vorlage für die Parlamentarier.

Mehr dazu in der GNZ vom 19. August.

Weitere Meldungen aus der Region
  • 1
  • 2
  • 3

Schlagwörter: