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Keine Entscheidung bei den „Strabs“

Gründauer Parlament will alle Alternativen zur Finanzierung des Straßenbaus prüfen

30 Jan 2019 / 17:06 Uhr
Gründau (pfz). Straßen saniert, Bürger ruiniert? Die Diskussion um die Straßenausbaubeiträge – kurz „Strabs“ genannt – hat am Montagabend das Gründauer Gemeindeparlament beschäftigt. Bislang werden bei einer grundhaften Sanierung die Anwohner zur Kasse gebeten. „Für zahlreiche Personengruppen kann das in einem finanziellen Fiasko enden“, teilte die SPD vor der Sitzung im Gettenbacher Dorfgemeinschaftshaus in einer Pressenotiz mit. Mit einem Antrag wollten die Sozialdemokraten die Beiträge abschaffen. Die Lösung: Die Straßen sollen künftig wie in einer bestimmten bayrischen Gemeinde repariert werden.

Rednitzhembach – der Name des Ortes im mittelfränkischen Landkreis Roth war für manchen Mandatsträger eine Herausforderung. Diese Gemeinde hatte, wie Matthias Springer (SPD) ausführte, im Jahr 1999 große finanzielle Sorgen: „Sie konnten sich die Straßenunterhaltung nicht mehr leisten.“ Mittlerweile ist die Kommune schuldenfrei und die Infrastruktur saniert – ohne die Bürger mit höheren Steuern und Gebühren zu belasten. Wie das ging? Springer erklärte: Das „System Rednitzhembach“ greife nicht erst ein, wenn eine Straße komplett erneuert werden müsse. „Stattdessen werden die Straßen regelmäßig repariert, also abgefräst und neu asphaltiert.“

Mehr dazu in der GNZ vom 31. Januar.

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