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Teekochen ohne Beutel

Simon Schmidt aus Gründau setzt auf Innovation

10 Mai 2019 / 17:12 Uhr
Gründau (dpa). Abwarten und Tee trinken – von dieser Devise hält ein Erfinder aus Gründau nicht viel. Ihn störte das herkömmliche Teebrühen. Daher hat er eine Form der Zubereitung entwickelt, die ohne Beutel auskommt. Das ist aber nur eine Idee des jungen Wirtschaftsingenieurs. Einfallsreichtum ist seine Stärke. Für das Ergebnis seiner nicht alltäglichen Arbeit wurde Simon Schmidt bereits mit dem Hessischen Gründerpreis prämiert. 2017 präsentierte er für den Wettbewerb ein Reparaturverfahren für Bahnschienen-Teile. Das Erstaunliche an dem erst 35 Jahre alten Erfinder ist: Er tüftelt nicht nur in einer Branche an Innovationen. Sie betreffen diverse Fachgebiete.

Simon Schmidt hat bereits einige Produkte und Geschäftsideen entwickelt. Mal geht es um Batterien für Elektro-Autos, um eine Verkaufsplattform für Videospiele und Konsolen oder um ein Werkzeug, mit dem lotrechte Bohrlöcher und Gewinde ohne aufwändige Maschinen gelingen sollen. Seine neueste Idee dreht sich um Tee. Wenn es nach ihm geht, sollte das Aufbrühen schneller gehen – ohne Teebeutel, Filter oder Sieb. „Unpraktisch“, findet er. Auf die Idee gekommen ist Schmidt bei einem Hotel-Frühstück: Er ärgerte er sich über einen Fleck von schwarzem Tee auf der Kleidung. Da kam ihm der Geistesblitz: „Gibt es da nichts Praktischeres als Teebeutel?“ Dessen Erfindung sei immerhin schon älter als 90 Jahre. Schmidt führt das Resultat seiner Entwicklungen in der heimischen Küche vor. Er greift zu einem kleinen Behälter, der an einen Süßstoffspender erinnert. Aus ihm gibt er ein paar kleine Kügelchen in eine Tasse mit heißem Wasser. „Kurz umrühren, einen Moment warten, schon haben sie sich aufgelöst – fertig“, demonstriert Schmidt.

Schmidt hat seiner Idee den Namen „Teaballs“ gegeben. Das Produkt plant er, am kommenden Dienstag, 14. Mai, bei einer Pressekonferenz im „Kinzig Valley“ Gelnhausen vorzustellen und dann auf den Markt zu bringen. Die „Teaballs“ hat er zusammen mit einer Partnerfirma in mehreren Geschmacksrichtungen entwickelt. Das Markenaussehen ist entworfen. Der Markenname ist geschützt. Aber Fragen zur maschinellen Großproduktion müssen noch geklärt werden, wie Schmidt sagt.

Mehr dazu lesen Sie am Samstag, 11. Mai, in der GNZ.

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