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Vom Schulabbrecher zum Vorzeige-Azubi

Im „Heckers“ eine der besten Prüfungen für Kochlehrlinge abgelegt

29 Jul 2019 / 17:08 Uhr
Gründau-Gettenbach (jol). Es ist eine Geschichte vom Ankommen, von einem jungen Mann, der ohne jede Sprachkenntnisse in ein fremdes Land geht und dort allen Widrigkeiten zum Trotz erfolgreich eine Ausbildung abschließt: Mit der Note 2 hat Roland Balde eine der besten Kochprüfungen seines Jahrgangs abgelegt. Dabei ist er vor gerade einmal vier Jahren als Schulabbrecher aus Ungarn nach Deutschland gekommen. Doch im Restaurant „Heckers“ in Gettenbach findet der Jungkoch nicht nur in der Familie Hecker einen Förderer, sondern auch in Ausbilder Marc Lofink. Gemeinsam verwandeln sie eine vermeintlich traurige Geschichte in einen erfolgreichen Start ins Berufsleben.

„Ich hatte keine schöne Zeit in Ungarn und bin meiner Mutter nach Deutschland gefolgt“, erinnert sich Roland Balde zurück. Als 17-Jähriger bricht er die Schule ab und will anfangen zu arbeiten. „Durch einen Freund kam Roland zu uns. Er konnte kein Wort Deutsch, wollte aber unbedingt in der Küche arbeiten“, schildert Michael Hecker den Start im Spätsommer 2015. Gemeinsam mit Küchenchef Marc Lofink geben die Heckers dem jungen Mann die Chance, sich zu beweisen. „Ich wollte schon als kleiner Junge Koch werden“, sagt Roland Balde, der in Transsilvanien (Rumänien) geboren wurde.

Zunächst sind es die klassischen Aufgaben eines Küchenhelfers, die für ihn im Vordergrund stehen. Doch schnell drängt die Familie Hecker darauf, dass der junge Mann nicht nur Gemüse schneiden und Kartoffeln schälen, sondern auch eine Ausbildung zum Koch beginnen soll. Nicht nur für Roland Balde eine Herausforderung, sondern auch für Küchenchef Marc Lofink, der plötzlich selbst noch einmal lernen muss, um für seinen Schützling den Ausbilderschein zu machen. „Er hat immer auf einer Kiste gesessen und gelesen“, erzählt Roland Balde lachend von der gemeinsamen Zeit in der Küche.

Von Beginn an zahlt Roland Balde die Unterstützung des Heckers-Teams mit großem Engagement zurück. Regelmäßig kommt er früher zur Arbeit, lernt auch ohne einen Kurs schnell die deutsche Sprache und findet sich rasch in der Küche zurecht. „Durch seinen guten Charakter ist Roland fast schon ein Familienmitglied geworden“, beschreibt Susanne Hecker die enge Beziehung zwischen dem jungen Mann, seinem Ausbilder und den Heckers.

Die ganze Geschichte lesen Sie am Dienstag, 30. Juli, in der GNZ.

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