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Was ist Kunst eigentlich wert?

Mutiges Experiment des Rothenberger Künstlers Bernard Léon Siegfried

12 Apr 2019 / 19:29 Uhr
Gründau-Rothenbergen (pfz). Ein Mädchen und ein davonfliegender roter, herzförmiger Luftballon, mehr nicht. Für rund 1,15 Millionen Euro hatte gerade ein Bieter das Gemälde „Mädchen mit Ballon“ des britischen Street-Art-Künstlers Banksy im Oktober 2018 erworben, da zerstörte sich das Bild durch einen im Rahmen eingebauten Schredder in dünne Streifen. Der Vorfall ging um die Welt. Banksy hatte erneut ein Zeichen gegen den inflationär teuren Kunstmarkt gesetzt. Davon hat sich der Rothenberger Künstler Bernard Léon Siegfried inspirieren lassen. Er wirft nun mit einem eigenen mutigen Experiment die Frage auf: Was ist Kunst eigentlich wert?

Siegfried, Künstlername Siegnard, lebt seit 25 Jahren in Rothenbergen. Er ist gebürtiger Franzose, kam durch familiäre Verbindungen im Jahr 1980 nach Deutschland, zunächst nach Frankfurt, dann nach Offenbach. Er war Inhaber einer Gastwirtschaft in Niedersteinbach (Mömbris). Dann riss ihn eine ausgeprägte Osteoporose aus dem Arbeitsleben. Seit 15 Jahren ist er deshalb vor allem eines: Künstler. „Aber eigentlich hat das schon in meiner Kindheit angefangen. Und in meinem Beruf als Koch konnte ich meine Kreativität auch ausleben“, sagt der 63-Jährige.

In der Künstlergruppe „Kinzig Art“ stellt „Siegnard“ regelmäßig aus. Derzeit hängen seine Werke im „Café Köstlich“ in Rothenbergen und in den Restaurants „Antichi Sapori“ in Gelnhausen und „Il Castello“ in Dieburg. An seinen Gemälden sind gut sichtbare Preisschilder angebracht – und die lassen den Betrachter die Augen reiben.

Mehr dazu in der GNZ vom 13. April.

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