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Ein runder Tisch und sein Schatten

Sozialausschuss streitet über SPD-Antrag zur hausärztlichen Versorgung

17 nov 2021 / 22:25 Uhr
Hasselroth (mab). Im Ringen um die Sicherstellung der hausärztlichen Versorgung in Hasselroth wird künftig eine weitere Arbeitsgruppe aktiv. Mehrheitlich haben sich die Mitglieder des Sozialausschusses am Dienstagabend für einen sogenannten Schatten-runden-Tisch ausgesprochen, der zusätzlich zur bestehenden Runde aus Verwaltung, Ärzten und Apothekern tagen soll. Hintergrund war ein Antrag der SPD, die sich mit der neuen Lösung alles andere als einverstanden zeigt.

Die Kommunalpolitik soll mit am Tisch sitzen, wenn die Weichen für die künftige hausärztliche Versorgung der Hasselrother gestellt werden. Dieses Ziel verfolgt die SPD mit ihrem Antrag, den sie im Oktober in die Gemeindevertretersituung eingebracht hatte und der geschlossen zur weiteren Beratung in den Sozialausschuss überwiesen wurde. Konkret fordern die Sozialdemokraten einen großen runden Tisch, der Ideen entwickeln soll, wie weitere Hausärzte in der Gemeinde angesiedelt werden können. So ist es nach Auffassung der SPD nicht damit getan, einen Nachfolger für die ehemalige Praxis von Dr. Heinz Hauke in Neuenhaßlau zu finden, die seit dem Aus der überörtlichen Praxisgemeinschaft Singh/Arora seit Ende September wieder leer steht. Denn in absehbarer Zeit sind auch die beiden verbliebenen Hausärzte in der Gemeinde auf Nachfolger angewiesen.

Um entsprechende Lösungen auszuloten, fordert die SPD einen runden Tisch, an dem Vertreter aus Kommunalpolitik und Verwaltung, ortsansässige Mediziner und Apotheker, aber auch die Betreiber der neuen Senioreneinrichtung und externe Sachverständige vertreten sind. Die Arbeitsgruppe soll zudem Gespräche mit privaten Investoren über ein Ärztehaus führen.

Dazu wird es nun allerdings nicht kommen. Denn nach Auffassung von SWG, CDU und FDP ist der bereits bestehende runde Tisch, der vier Mal im Jahr tagt und aus Mitgliedern der Verwaltung, den beiden Ärzten und den beiden Apothekern besteht, für diese Aufgabe bestens geeignet. Vertreter der Kommunalpolitik sind in der Runde allerdings nicht vertreten.

In einem gemeinsamen Änderungsantrag fordern die drei Fraktionsvorsitzenden von CDU, SWG und FDP jetzt die Bildung einer weiteren Arbeitsgruppe mit dem etwas umständlichen Titel „Schatten-runder-Tisch“. Vorausgegangen war eine Sitzung im Ältestenrat am vergangenen Donnerstag, an der neben den Fraktionsvorsitzenden Torsten Rösch (CDU), Thilo Friedrich (SWG) und Christian Benzing (SPD) auch FDP-Gemeindevertreter Behrad Farhan, Bürgermeister Matthias Pfeifer und der Vorsitzende des Sozialausschusses, Thomas Wolf (SWG), teilgenommen hatten.

Mehr: GNZ vom 18. November.

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