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Flutlichtmast gebrochen

Die unfassbare Pechsträhne der Fußballer von Viktoria Neuenhaßlau

01. Dezember 2021 / 17:19 Uhr
Hasselroth-Neuenhaßlau (dg). Der Fußball-Verein Viktoria Neuenhaßlau durchlebt seit geraumer Zeit eine Pechsträhne, die jetzt in Form eines abgebrochenen Flutlichtmastestes einen neuen Höhepunkt erreicht hat.

„Wir hatten in vergangenen Jahr einen Brandschaden an unserer Pergola (die GNZ berichtete), den wir in Eigenleistung und unter Ableistung von 1000 freiwilligen Arbeitsstunden wieder gerichtet haben. Der Schaden belief sich deutlich über 50 000 Euro“, erklärt der Vereinsvorsitzende Heinz Grünewald.

Dann sei ein gebrauchter Rasenschlepper, den der Verein zur Pflege der Spielflächen angeschafft hatte, vor einigen Monaten von Jugendlichen zu Schrott gefahren worden. „Ein paar junge Burschen haben das Gerät kurzgeschlossen, sind damit quer über den Sportplatz gefahren. Dabei ist das Mähwerk kaputtgegangen.“ Eine Fachfirma habe eine Kostenvoranschlag für die Reparatur des Mähwerks sowie für ebenfalls notwendige Reparaturen am Getriebe und der Kupplung erstellt. „Da liegen wir bei über 10 000 Euro, die sicherlich auch am Verein hängen bleiben“, sagt Grünewald. Die Polizei habe zwar Ermittlungen aufgenommen und einen Verdächtigen vernommen, ob die Täter aber tatsächlich ermittelt würden, sei zum gegenwärtigen Zeitpunkt unklar.

Gestern morgen kam es für die Viktorianer noch dicker. „Als ich zum Sportplatz kam, sehe ich, dass ein Flutlichtmast abgebrochen ist. Der Auf- und Abgang zur Umkleidekabine ist zerschlagen. Lampen sind kaputtgegangen, die Treppe ist zerschmettert, auch das Vordach ist zertrümmert.“ Mutmaßlich sei der Mast aufgrund des stürmischen Wetters umgefallen, „da fragt man sich natürlich: Was ist mit den anderen Masten? Sind die noch stabil?“. Dieser potenziell gefährliche Sachverhalt müsse nunmehr überprüft werden. „Wir sind natürlich froh, dass beim Mastbruch keine Personen zu Schaden gekommen sind. Nicht auszudenken, wenn sich das an einem Trainings- oder Spieltag ereignet hätte...“

Außerdem musste der gebrochene Mast gestern zeitnah von einer eilends herbeigerufenen Fachfirma zersägt und entfernt werden, da auf dem Vereinsareal Flüchtlinge in Wohncontainern untergebracht sind und der umgefallene Mast die Feuerwehr- und Notfallzufahrt versperrt hatte. Grünewald zeigt sich angesichts der Umstände entsetzt: „Wir sind sowas von gebeutelt und wir sind verzweifelt. Das ist die Vereinsverantwortlichen eine riesengroße Herausforderung. Uns bleibt nichts übrig, als noch enger zusammenzurücken, wenn die Not am größten ist.“ Zumal der Verein aufgrund der Pandemie in der jüngeren Vergangenheit kaum Einnahmen generieren konnte.

Somit zeichnet sich aus Viktoria-Sicht ein tristes Gesamtbild ab: Die Viktoria geht als Tabellenletzter in die Kreisoberliga-Abstiegsrunde (siehe dazu auch den Artikel auf Seite 12 der heutigen Ausgabe) und auch wirtschaftlich steht der Traditionsverein mit dem Rücken an der Wand.

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