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Grünes Licht für Mega(watt)projekt

Hasselrother Gemeindevertreter votieren mehrheitlich für Errichtung zweier Solarparks mit Next Energy

08. Oktober 2021 / 22:03 Uhr
Hasselroth (mab). Zu sagen, die Hasselrother Gemeindeverwaltung treibt die Entwicklung zweier Solarparks in Neuenhaßlau und Niedermittlau mit Hochdruck voran, ist schon fast eine Untertreibung. Im Juni hatte die SWG-Fraktion einen entsprechenden Prüfantrag gestellt. Die Verwaltung verlor keine Zeit und legte bereits am Donnerstagabend eine Beschlussvorlage im Parlament vor. Mehrheitlich stellten sich die Gemeindevertreter hinter die Pläne, die Anlagen mit dem Unternehmen Next Energy aus Brachttal zu errichten, die schon ab 2023 3 000 von 3 400 Haushalten in Hasselroth mit grünem und günstigem Strom versorgen könnten. Doch nicht allen Gemeindevertretern behagte der straffe Zeitplan.

Bürgermeister Matthias Pfeifer sparte nicht mit Pathos, als er um Zustimmung zur Beschlussvorlage der Bauverwaltung warb: „Heute können wir Geschichte schreiben“, leitete er sein Plädoyer für das Megaprojekt ein, durch das ab Herbst 2022 zwei Solarparks mit einer Gesamtgröße von rund 10 Hektar auf den beiden anvisierten Flächen in Neuenhaßlau und Niedermittlau entstehen sollen. Pfeifer sprach von einer Win-win-Situation. Zum einen könne die Kommune einen Beitrag zum Kampf gegen den Klimawandel leisten, zum anderen sollen Hasselrother Bürger einen günstigen Regionalstrom-Tarif von den Kreiswerken Main-Kinzig erhalten, die Anteilseigner an Next Energy sind. Die Solarparks, die laut Beschlussvorlage zunächst für 25 Jahre betrieben werden sollen, können Bürger im Umkreis von 50 Kilometern mit grünem Strom beliefern. Die Option, den Betrieb zu verlängern, halten sich die Vertragspartner offen.

Mehr: GNZ vom 9. Oktober.

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