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Kein Ärztehaus in alter Sparkasse

Pfeifer berichtet im Sozialausschuss über Bemühungen seit 2019 zur Sicherstellung der medizinischen Versorgung. Fraktionen sammeln nach SPD-Kritik weitere Ideen.

22 Jul 2021 / 18:40 Uhr
Hasselroth (ml). Die ehemalige Kreissparkassen-Filiale in Neuenhaßlau hat sich als Standort für ein Ärztehaus endgültig zerschlagen. Darüber berichtete Bürgermeister Matthias Pfeifer (SWG) dem Sozialausschuss bei dessen letzter Sitzung vor der Sommerpause in der Friedrich-Hofacker-Halle in Niedermittlau. Kein Arzt habe ein Interesse, seine Praxis dorthin zu verlegen. Zu den Gründen wollte sich Pfeifer im Ausschuss nicht äußern. Ein Umbau der alten Filialräume (170 Quadratmeter) sei aus seiner Sicht aber möglich gewesen. Bis Juni hatte die Kreissparkasse Gelnhausen auf entsprechende Rückmeldungen der Ärzte gewartet. Nun kommen aller Voraussicht nach ein Umbau zu einem Wohnhaus oder eine weitere gewerbliche Nutzung infrage, erklärte Pfeifer. In der anschließenden Diskussion um ein „nachhaltiges und tragfähiges Konzept zur Sicherstellung der ärztlichen Nahversorgung in Hasselroth“, ein SWG-Antrag aus dem Jahr 2018, zeigte sich, wie schwierig diese Aufgabe für die Kommune ist.

Die Sicherstellung der ärztlichen Nahversorgung stellt für die Gemeinde Hasselroth eine große Herausforderung dar. „Es bleibt ein schwieriges Thema“, lautete das Fazit von Bürgermeister Matthias Pfeifer (SWG) aus den vergangenen drei Jahren seit Antragstellung für ein Konzept. Insbesondere die Gewinnung von Ärzten sei kein leichtes Unterfangen für die Gemeinde, auch aufgrund der Vorgaben der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Hessen. Selbst heimische Arztpraxen tun sich nach Angaben von Pfeifer beispielsweise schwer, Ärzte im Angestelltenverhältnis zu finden beziehungsweise zu halten.

Mehr in der GNZ vom Freitag, 23. Juli.

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