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Neue Heimat in Niedermittlau gefunden

SPD zeigt Ausstellung über Migrationsgeschichten – eine ist die von Renata Gogné

12. Oktober 2021 / 15:52 Uhr
Hasselroth-Niedermittlau (hjh). Auch im 31. Jahr der Deutschen Einheit hatte die SPD Hasselroth wieder zu einer Feier in die Friedrich-Hofacker-Halle eingeladen. Die Sozialdemokraten hatten für den Anlass die Ausstellung „Bewegte Frauen – Migrationsgeschichten von 1945 bis heute“ beim Büro für interkulturelle Angelegenheiten des Main-Kinzig-Kreises ausgeliehen. Die Schautafeln und die Begleitbroschüre verdeutlichen anhand von 26 Frauenschicksalen, dass Flucht und Migration auch das Kinzigtal und den Spessart seit jeher geprägt haben. Unter den vorgestellten Geschichten gehörte auch die von Renata Gogné aus Niedermittlau. Die heute 80-Jährige ist auf vielen Umwegen vom früheren Ostpreußen nach Hasselroth gelangt, wo sie seit 1961 wohnt.

Es war ein bewegender Moment, als die Hasselrother SPD-Vorsitzende Uta Böckel Renata Gogné zur Ausstellung in der Friedrich-Hofacker-Halle begrüßte. Die Niedermittlauerin hat ihre Geschichte in der Begleitbroschüre zur Ausstellung „Bewegte Frauen“ aufgeschrieben, die 26 persönliche Migrationsschicksale dokumentiert.

Gogné hat am eigenen Leib erfahren, was Flucht und Vertreibung bedeuten. Die heute 80-Jährige stammt aus dem früheren Bartenstein im ehemaligen Ostpreußen. Am Ende des Zweiten Weltkriegs, 1945, erreichte die russische Armee die kleine Stadt, die bereits zu großen Teilen ausgebombt war. Gogné ging zusammen mit ihren Eltern und den drei Geschwistern auf eine unsichere Reise mit dem Pferdegespann.

Mehr: GNZ vom 13. Oktober.

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