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Neustart im Museum

Kultur- und Geschichtsverein stellt Konzept am 5. Juli vor / Beteiligung erwünscht

28. Juni 2022 / 14:49 Uhr
Hasselroth-Niedermittlau (re). Seit über einem Jahr kämpft man in Hasselroth inzwischen gegen die Folgen des schweren Holzwurmbefalls und während man zu Beginn noch von einem Kampf gegen Windmühlen sprach, ist inzwischen die Stimmung viel zuversichtlicher. Der Termin für die Holzwurmbegasung ist für August angedacht, die ersten Renovierungsarbeiten haben begonnen und auch eine frühere Fensteröffnung vom Versammlungsraum des Museums in die benachbarte Remise wurde bereits wieder geöffnet. Dank des großzügigen Zuschusses im Rahmen der Kulturförderung des Main-Kinzig-Kreises habe der Verein nun die Möglichkeit, an die Neugestaltung zu denken, heißt es in einer Mitteilung.

Von Beginn an war es dem Vorstand wichtig, allen Interessierten die Möglichkeit zu bieten, sich bei der Gestaltung und Ideenfindung mit einzubringen. Ursprünglich war geplant, einen Arbeitskreis zu bilden, an dem sich alle beteiligen können. Nach langen Überlegungen hat sich der Vorstand nun jedoch dagegen entschieden. „Je mehr Leute mitentscheiden dürfen, desto schwieriger wird es zu einem Entschluss zu kommen und desto länger dauert es, bis das Museum wieder öffnen kann“, erklärt der Vorsitzende Rainer Peschelt. Man werde die endgültigen Entscheidungen zur Gestaltung daher dem Vorstand vorbehalten. Die Vorschläge dazu sollen vorher in kleinen Arbeitsgruppen erarbeitet werden, die sich jeweils mit einem Thema der Ausstellung befassen. Hierbei sollen gezielt Fachkräfte hinzugezogen werden, die sich mit den entsprechenden Bereichen auskennen. Als Unterstützung konnte der Verein bereits den Bund der Vertriebenen Hessen und das „Regionalgeschichtliche Netzwerk Nord-Ost-Spessart“ (kurz: Netzwerk) gewinnen. Das Netzwerk ist ein loser Zusammenschluss von fachkundigen Personen, die sich durch ihre wissenschaftliche Arbeitsweise auszeichnen. Darunter sind nicht nur akademisch ausgebildete Historikerinnen und Historiker, sondern auch autodidaktisch bewanderte Regionalhistoriker, die zum Teil bereits durch den Kreis und das Land Hessen für ihre Arbeit ausgezeichnet wurden. Da es sich beim Netzwerk nicht um einen Verein handelt, gibt es auch keinen Vorstand oder Mitglieder im üblichen Sinn. Als Sprecherin und Kalenderführerin fungiert Anita Schuldt, die auch den Vorstand des Kultur- und Geschichtsvereins Hasselroth unterstützt. Erst durch ihren Anstoß konnte das Netzwerk unter dem Schirm des Zentrums für Regionalgeschichte des Main-Kinzig-Kreises gegründet werden.

Um aber trotz allem auch den Hasselrothern und Interessierten der Umgebung die Möglichkeit zu geben, sich und ihre Ideen mit einfließen zu lassen, wird die Museumsleiterin Joselyn Grimm am Dienstag, 5. Juli, das neue Museumskonzept vorstellen. Die Veranstaltung beginnt um 20 Uhr in der Friedrich-Hofacker-Halle in Niedermittlau. Hierzu lädt der Kultur- und Geschichtsverein alle Menschen ein, die sich über die Arbeiten im Museum informieren möchten, oder sich vielleicht sogar selbst mit Vorschlägen und Ideen an der Neugestaltung beteiligen möchten. Auch Mitarbeitende des Netzwerks werden sich und ihre Arbeit bei dieser Gelegenheit vorstellen. Erwartet werden zudem der Bürgermeister der Gemeinde Hasselroth, Matthias Pfeifer, sowie die Leiterin des Zentrums für Regionalgeschichte, Christine Raedler. Auch zahlreiche Museumsleiter und Vorstandsmitglieder umliegender Geschichtsvereine haben sich angekündigt, sodass es für alle Beteiligten ein interessanter Abend werden dürfte.

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