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Protest gegen Standortschließung

IG Metall ruft zu Kundgebung vor Emerson-Firmengebäude in Neuenhaßlau auf

07 Jun 2021 / 17:17 Uhr
Hasselroth-Neuenhaßlau (re/mab). Den Mitarbeitern der „Emerson Process Management GmbH“ in Hasselroth stehen unruhige Zeiten bevor: Wie die IG Metall Hanau-Fulda mitteilt, plant die Konzernführung in den USA, ihre Standorte in Hasselroth und im oberbayerischen Weßling zu schließen. Die Produktion solle ins Ausland verlagert werden. Für den morgigen Dienstag, 8. Juni, hat die Gewerkschaft zu einer Protestkundgebung in Neuenhaßlau aufgerufen.

„Nahezu alle Arbeitsplätze sollen mittelfristig wegfallen“, heißt es in einer Pressemitteilung der Gewerkschaft. Der dritte Standort im nordhein-westfälischen Langenfeld solle zwar erhalten bleiben, allerdings ohne Tarifbindung. Diese Schritte habe der US-Konzern Ende Januar angekündigt.

Zudem seien Mitarbeiter am Standort Hasselroth bereits angewiesen worden, Musterprodukte nach Schottland zu versenden und den Wissenstransfer an andere Beschäftigte sofort zu starten. Der Konzern wolle von den geringeren Lohnkosten im Ausland profitieren. „Hier haben viele andere Konflikte gezeigt, dass wenn Erfahrungswissen und Technologie erst einmal weg sind, dies nicht rückgängig gemacht werden kann“, heißt es in einer Mitteilung der IG Metall. Mit dieser Vorgehensweise mache das Management klar, dass es kein wirkliches Interesse an einer Zukunftsperspektive der Standorte in Weßling und Hasselroth habe. Wie Gewerkschaftssekretär Kevin Eckert auf Nachfrage der GNZ informiert, sind in Neuenhaßlau knapp 70 Arbeitsplätze in Gefahr.

Für den morgigen Dienstag, 8. Juni, hat die IG Metall zu einer Protestkundgebung vor dem Hasselrother Firmengebäude aufgerufen. Los geht es um 9 Uhr vor dem Besucherparkplatz an der Karlstraße.

Mehr: GNZ vom 8. Juni.

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