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Reichsbürger gründen Außenstelle in Hasselroth

Organisation „Königreich Deutschland“ will Projektzentrum und Geschäft in Neuenhaßlau eröffnen

02. Mai 2022 / 18:56 Uhr
Hasselroth-Neuenhaßlau (mlo). 2021 warnte das Landesamt für Verfassungsschutz, dass die als extremistisch geltende Organisation „Königreich Deutschland“ in hessischen Kommunen gezielt nach Immobilien sucht, um sogenannte ökologische Gemeinwohldörfer zu gründen. In Hasselroth ist es den Reichsbürgern offensichtlich gelungen, Fuß zu fassen. So soll am kommenden Wochenende eine Außenstelle des Königreichs an der Bahnhofstraße in Neuenhaßlau eröffnen. Die Gemeinde hatte bis vor Kurzem keine Kenntnis von den Plänen.

„Paradiesgarten“ heißt der Lebensmittelladen, der am kommenden Wochenende an der Neuenhaßlauer Bahnhofstraße eröffnen soll. Doch anders, als das Logo auf der betreffenden Webseite suggeriert, handelt es sich dabei um kein normales Bio-Geschäft, sondern um ein sogenanntes Projektzentrum im Königreich Deutschland (KRD). Seit 2021 tritt Peter Fitzek in der Organisation als König auf. Wie das hessische Landesamt für Verfassungsschutz auf seiner Webseite informiert, leugnen Fitzek und seine Anhänger die hoheitlichen Befugnisse und Rechtsgrundlagen der Bundesrepublik. Hauptsitz der als extremistisch geltenden Organisation ist das angebliche „Hoheitsgebiet“ des Reichs in Wittenberg. Allerdings wollen die Reichsbürger offensichtlich expandieren. So warnte der Verfassungsschutz bereits 2021, dass das KRD versucht, unter einem Decknamen Immobilien in Hessen zu erwerben oder zu mieten.

Mehr: GNZ vom 3. Mai.

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