SUCHE

Debatte um „Esser“ und „Nichtesser“

Gemeindeparlament befasst sich mit Kindergartensatzung

04 Dez 2019 / 20:30 Uhr
Jossgrund (in). Mittagszeit im Kindergarten. Ein Teil der Kinder setzt sich zum Essen an den Tisch, ein anderer Teil wird weiter im Gruppenraum beschäftigt. Ist das pädagogisch sinnvoll? An dieser Frage schieden sich im Jossgründer Gemeindeparlament bei der Diskussion um die Kindergartensatzung die Geister. Dabei ging es nicht nur um eine Vereinheitlichung der Öffnungszeiten, sondern eben auch um den von manchen Eltern vorgetragenen Wunsch, ihre Kinder vormittags sechs Stunden betreuen zu lassen, ohne das Essensangebot im Kindergarten zu nutzen.

Bürgermeister Schreiber stellte dem Gemeindeparlament die angepasste Satzung vor. Er räumte dabei durchaus ein, dass es mit Blick auf die Essensregelung unterschiedliche Sichtweisen gibt. Es würden „Zweifel an der pädagogischen Sinnhaftigkeit“ gehegt, sagte Schreiber. Dennoch wolle die Gemeinde dem Elternwunsch entgegenkommen, Kinder auch ohne Verköstigung über die Mittagszeit im Kindergarten unterzubringen. Schreiber: „Um abzuklären, ob dies pädagogisch sinnvoll ist, beziehungsweise welche Probleme entstehen, soll nach spätestens einem Jahr eine Evaluation durchgeführt werden.“ Die Öffnungszeiten der Einrichtung werden in der Satzung vereinheitlicht – auch, um Eltern einen eventuellen Wechsel zu erleichtern. Demnach werden in den Betreuungseinrichtungen in Lettgenbrunn, Oberndorf und Pfaffenhausen folgende Zeiträume angeboten. Erstens: Von 7 bis 12.55 Uhr. Zweitens: Von 7 bis 15 Uhr. Im Kindergarten in Oberndorf gibt es zusätzlich die Möglichkeit, das Betreuungsangebot von 7 bis 17 Uhr zu nutzen. Für Oberndorf gilt die Sonderregelung, dass die Vormittagsbetreuung erst am August 2010 auf die einheitlichen Zeiten umgestellt wird. Bis dahin erstreckt sich die Betreuungszeit weiterhin von 7.30 bis 13.25 Uhr.

Mehr erfahren Sie in der GNZ vom 5. Dezember.

Schlagwörter: