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Ein Dreiklang, der zu Herzen geht

INKs Kunstprojekt „Grablege Christi“ berührt die Menschen in der Oberndorfer Kirche tief

19. April 2022 / 09:12 Uhr
Jossgrund-Oberndorf (bak). Es ist still im Kirchenschiff, obwohl das Gotteshaus zusätzlich zu den Sitzbänken noch mit Stühlen ausgestattet ist und alle Plätze besetzt sind, als Ingrid Sonntag-Ramirez Ponces (INK) Kunstprojekt „Grablege Christi“ uraufgeführt wird. In Stille und Dunkelheit der katholischen Kirche St. Martin in Oberndorf hinein rezitiert Norbert Beuscher Jesu Aufschrei aus dem Matthäus-Evangelium: „Mein Gott, warum hast du mich verlassen?“

Der bemerkenswert dichte Dreiklang aus sieben großformatigen Kunstwerken sowie damit korrespondierenden Texten aus zwei Jahrtausenden und Musik aus mehreren Jahrhunderten ging zu Herzen. „Ich fühle mich beseelt!“ – „Es war ein Hochgenuss!“ – So lauteten Kommentare, als die Menschen die Kunstwerke nach Ende der Aufführung aus der Nähe betrachten konnten.

INK, seit ihrem 14. Lebensjahr in der Ökumene tätig, bescheinigt der katholischen Kirchengemeinde und Pfarrer Daniel Göller für deren Engagement für ihr Projekt der „Grablege Christi“ großen Mut und bedankt sich für das entgegengebrachte Vertrauen. „Das Projekt wird vom Jossgrund aus in die Welt gehen“, verspricht sie, beispielsweise zur Biennale nach Lucca in diesem Sommer. Sie arbeitete an den Werken seit Beginn ihrer Profi-Karriere, die letzten Werke waren kurz vor dem ursprünglich angesetzten Aufführungstermin 2019 fertig geworden. Die Zeichnung der gekreuzigten Hand etwa entstand ebenso wie die Dornenkrone mit den Gartenhandschuhen bereits im Jahr 2007. Letzteres sieht INK als Portrait unseres eigenen, heutigen Glaubens. Dabei verweisen die drei herabgefallenen Dornen auf die Nägel am Kreuz.

Mehr lesen Sie in der GNZ vom 19. April.

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