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Fast schlimmer als der Klimawandel

Hessischer Biodiversitätsbericht in Jossgrund vorgestellt

22 Jul 2020 / 17:20 Uhr
Jossgrund (bis). Hoher Besuch aus Wiesbaden ist gestern nach Jossgrund gekommen. In einem Gebiet des NABU Main-Kinzig-Kreis nahe der Jossa in Pfaffenhausen präsentoierte Umweltstaatssekretär Oliver Conz den hessischen Biodiversitätsbericht 2019. Er zeigt auf, welche Maßnahmen im vergangenen Jahr erfolgreich umgesetzt worden sind. Die Landesregierung stellte dafür 21,7 Millionen Euro bereit.

„Wir haben acht große Feldflurprojekt zum Schutz von Feldhamster, Rebhuhn und Co. auf den Weg gebracht“, erinnerte Conz. Zudem sei der Anteil der Naturwälder im Staatswald auf zehn Prozent erhöht worden. „Damit schaffen wir wieder Rückzugsorte für Schwarzstörche, Wildkatzen und Luchse“. Der Anteil FSC-zertifizierter Waldflächen sei auf 45 Prozent gestiegen, und auch der Lebensraum im und am Wasser werde geschützt. Die Zahl der in Schutzgebieten umgesetzten Maßnahmen habe sich seit 2013 mehr als verdoppelt.

Der Biodiversitätsbericht sei aber nur eine Zwischenstation auf einem langen Weg, den Reichtum an Tier- und Pflanzenarten in Hessen zu bewahren, betonte Conz. Um dem Artenrückgang zu begegnen, seien weitere Anstrengungen erforderlich. „Die Folgen des Klimawandels sind allen bewusst, doch der Rückgang der Biodiversität ist die zweite Krise, die fast noch schlimmer ist, weil sie noch schneller voranschreitet als der Klimawandel“, verdeutlichte der Staatssekretär.

Wie es möglich ist, der drohenden Katastrophe entgegenzuwirken, zeigten vor Ort die ehrenamtlichen Naturschützer vom Arbeitskreis Reptilien des NABU-Kreisverbands Main-Kinzig.

Mehr dazu lesen Sie am Donnerstag, 23. Juli, in der GNZ.

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