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„Frieden ist nicht selbstverständlich“

Veranstaltung zum Ersten Weltkrieg: Unterwegs nach Lettgenbrunn

19 Sep 2018 / 18:29 Uhr
Jossgrund (bis). Bei idealem Wetter waren weit mehr als 40 Interessierte der Einladung zur geführten Wanderung mit Holger Heinemann von Oberndorf nach Lettgenbrunn gefolgt. Sie war Bestandteil der Veranstaltungsreihe der Stadt Bad Orb zum Ende des Ersten Weltkrieges vor 100 Jahren.

Damals wurden in und um Lettgenbrunn und Villbach zehntausende Soldaten ausgebildet. Bereits 1911 wurde die Errichtung eines Truppenübungsplatzes geplant. Die 327 Einwohner der beiden Orte wurden größtenteils nach Unterfranken ausgesiedelt. Die zwölf Grundbesitzer, die sich weigerten, ihr Hab und Gut an den Staat zu verkaufen, wurden enteignet. Für die Versorgung der Soldaten und zum Abtransport von Holz und Basalt war eine Bahnlinie vom Orber Bahnhof über den späteren Festplatz in der Haselstraße zur Wegscheide und von dort über Lettgenbrunn bis in den Minenwerfergrund errichtet worden. Viele Bodendenkmäler erinnern auch heute noch an die Anlage von gigantischer Größenordnung. Noch immer ist der Verlauf der ehemaligen Bahntrasse nicht völlig geklärt. Bis heute weiß man nicht, wie die Bahn nach Villbach kam. „Bei aller Faszination, dass der Krieg so nah vor unserer Haustür war, die Relikte sind ein Mahnmal. Frieden ist nicht selbstverständlich, deshalb müssen wir alles dafür tun, um ihn zu wahren“, appellierte Heinemann.

Mehr lesen Sie in der GNZ vom 20. September.

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