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Im Jetset heimisch, im Jossgrund zuhause

25 Jahre „Anzug Alex“: Die Geschichte eines besonderen Herrenausstatters

15 oct 2021 / 16:08 Uhr
Jossgrund (dan). In der Welt der Reichen und Schönen ist er heimisch, egal ob auf Mallorca, in Kitzbühel oder in Monaco. Wenn Alexander Desch dorthin reist, tut er dies allerdings nicht, um am Meer zu liegen oder Ski zu fahren. Vielmehr ist er dort dienstlich unterwegs, um Anzüge zu verkaufen. Oder „Ozüch“, wie er in seinem typisch breiten Jossgründer Akzent sagt. Seit mittlerweile 25 Jahren ist Alexander Desch als „Anzug Alex“ in der gesamten Republik und darüber hinaus unterwegs, um Männer in feinen Zwirn einzukleiden, darunter Prominente, vor allem aus dem Sportbereich wie Fußballweltmeister Andreas Brehme oder Skisprunglegende Sven Hannawald. Dass der mobile Ein-Mann-Herrenausstatter mit seinem außergewöhnlichen Geschäftsmodell so erfolgreich ist, verdankt der 51-Jährige allerdings einem Zufall – und dem 1. FC Kaiserslautern.

Mit der Modewelt kommt Alexander Desch bereits in seiner Ausbildung in Berührung. Bei der früheren Kleiderfabrik Philipp in Hanau lernt er den Beruf des Industriekaufmanns: „Dort habe ich vieles kennengelernt, was mich bis heute geprägt hat: die Stoffe, das Gefühl für einen Anzug, für die Schnitte. Das war eine ganz wichtige Erfahrung“, erzählt er.

Während seiner Zeit bei Philipp verkauft Desch auch zum ersten Mal einen Anzug „to go“, allerdings eher zufällig: „Ein guter Freund von mir hat damals in Hanau bei einem Autohaus gearbeitet. In der Mittagspause hat er mich angerufen und gefragt, ob ich ihm mal einen Anzug vorbeibringen könnte. Das habe ich ihm zuliebe getan, und plötzlich wollten auch seine Kollegen einen Anzug haben.“ So kommt Desch die Idee, künftig auf eigene Faust Anzüge zu verkaufen. Am 5. August 1996 meldet er im Jossgründer Rathaus sein Gewerbe an: „Mein Vater hat mich damals für völlig verrückt erklärt. Eigentlich hat mich jeder ausgelacht. Für mich war das ein Anreiz, ich war ungebunden und hatte kein Risiko“, erzählt Desch lachend. „Dass es einmal solche Ausmaße annehmen würde, damit habe ich damals natürlich nicht gerechnet.“

Mehr lesen Sie in der GNZ vom 16. Oktober.

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