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27 Stunden im Kampf gegen die Flut

Hochwasser in Langenselbold: Feuerwehr im Dauereinsatz

31 Jan 2021 / 18:16 Uhr
Langenselbold (kno/re). In Langenselbold schlug das Hochwasser in der Nacht auf Samstag zu und führte zu den größten Überschwemmungen der Innenstadt seit 2003. Rund 200 Einsatzkräfte von Feuerwehr und THW aus 13 Kommunen kämpften fast 27 Stunden an insgesamt 47 Einsatzstellen gegen die Wassermassen. Erst am Samstagabend entspannte sich die Lage. Am Sonntag begannen dann die umfangreichen Aufräumarbeiten. Wertvolle Zeit verschafften den Helfern die beiden Regenrückhaltebecken in Richtung Gründau.

Bereits um 20 Uhr am Freitag warnte die Langenselbolder Feuerwehr vor steigenden Pegelständen an Gründau und Kinzig. Die Einsatzkräfte stellten Sandsäcke bereit. Anwohner an der Gründau wurden vorsorglich gebeten, Vorkehrungen zum Schutz ihrer Häuser zu treffen und Fahrzeuge an höhergelegenen Orten zu parken. Noch in der Nacht hatte die Einsatzabteilung der Feuerwehr dann alle Hände voll zu tun, um den Anwohnern zu helfen. Gemeinsam mit dem THW Erlensee und Mitarbeitern des städtischen Bauhofs errichtete die Feuerwehr einen sogenannten Quick-Damm, eine mit Wasser gefüllte Barriere. Auch Bürgermeister Timo Greuel war vor Ort und verschaffte sich einen Überblick. Die Hinserdorfstraße wurde für den Einsatz komplett gesperrt. Noch vor Mitternacht wurde Vollalarm ausgelöst. Die Pegelstände stiegen weiter an, allein im Bereich der Obermühle um 55 Zentimeter binnen zweier Stunden. Weiterer Regen erschwerte die Arbeit der Einsatzkräfte, die weitere Sandsäcke aus Maintal und Hammersbach erhielten.

„Am Marktplatz, Steinweg, Uferstraße und Wassergasse standen mehrere Keller unter Wasser. Zahlreiche Einsatzkräfte waren dort im Einsatz und unterstützten mit Pumpen. Es wurden mehr als 2 000 Sandsäcke an die Bevölkerung ausgegeben“, erläuterte Dennis Ernst die Situation am Samstagmorgen. Die Hilfsbereitschaft aus der Bevölkerung für die Einsatzkräfte, die zum Teil mehr als 24 Stunden im Einsatz waren, sei ungebrochen groß. „Wir haben uns sehr über die vielen Unterstützungsangebote gefreut“, sagt Feuerwehr-Pressesprecher Dennis Ernst. „Unter anderem brachte in der Nacht ein Selbolder Pizzabäcker zehn Pizzen für die Einsatzkräfte vorbei.“

Mehr dazu lesen Sie in der GNZ vom 1. Februar

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