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55 Mitarbeiter müssen gehen

Einigung im Kampf um Jobs bei Thermo Fisher in Langenselbold

14 Jan 2020 / 16:08 Uhr
Langenselbold (re/mab). Nach 21-monatigen Verhandlungen haben der Betriebsrat und die Geschäftsführung von Thermo Fisher in Langenselbold einen Interessenausgleich und einen Sozialplan für die vom geplanten Stellenabbau betroffenen Mitarbeiter vereinbart. Ob die IG Metall dem Kompromiss zustimmt, lässt die Gewerkschaft noch offen.

Im April 2018 war bekannt geworden, dass 100 Arbeitsplätze am Standort Langenselbold bis Mitte 2019 nach Schottland und Ungarn verlagert werden sollen. Nach massiven Protesten und einer Großdemo, an der mehr als 450 Menschen teilnahmen, verkündeten Betriebsrat und Gewerkschaft im April 2019 einen Teilerfolg im Jobkampf. Demnach hatte sich die Geschäftsführung bereit erklärt, 20 der Arbeitsplätze in Langenselbold zu erhalten. Die Arbeitnehmervertreter forderten dagegen den Erhalt von 63 Jobs und zudem einen Sozialplan für die von der Entlassung betroffenen Mitglieder. Direkte Verhandlungen mit der Gewerkschaft hatte die Konzernleitung verweigert, und stattdessen die Einsetzung einer gerichtlichen Einigungsstelle gefordert. In dieser haben Geschäftsleitung und Betriebsrat nun offenbar eine Einigung erzielt.

Wie die IG Metall in einer Pressemeldung mitteilt, sieht die Einigung vor, dass bis September 80 Arbeitsplätze abgebaut werden. Nachdem mehrere Mitarbeiter bereits gekündigt haben und befristete Arbeitsverträge ausgelaufen sind, seien aktuell noch 55 Beschäftigte von betriebsbedingten Kündigungen betroffen.

Mehr: GNZ vom 15. Januar.

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