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Betreten der Wiesen verboten,
sonst droht Ordnungsgeld

Naturschutzgebiet Kinzigaue in Langenselbold birgt Konfliktpotenzial

11 jun 2021 / 17:16 Uhr
Langenselbold (tmb). Grillen, Rauchen, freilaufende Hunde – und das alles im Naturschutzgebiet. Im Bereich der Langenselbolder Kinzigaue gehört das zum Alltag, obwohl es verboten ist. Immer wieder kommt es zu Konflikten zwischen Bürgern und dem von der Stadt engagierten Sicherheitsdienst. Bürgermeister Timo Greuel befürchtet sogar, dass sich die Situation dieses Jahr noch zuspitzt; schließlich ist das Strandbad Kinzigsee geschlossen, viele Spaziergänger weichen in dieses Gebiet aus. Aus diesem Grund informierten Greuel und Stadtbiologe Matthias Wissel über das, was in dem Naturschutzgebiet erlaubt ist. Anwesend waren auch Vertreter der Security-Firma „Pasecon“. Zu dem Termin in Höhe der Kläranlage, wo das Naturschutzgebiet beginnt, waren auch Monika Duderstadt (CDU), Guntrun Hausmann (Grüne), Rainer Lamprecht (FDP) und Jürgen Schonlau (SPD) gekommen, um sich zu informieren.

Eigentlich sind die Regeln, die Matthias Wissel nochmals erläuterte, einfach zu verstehen: In einem Naturtschutzgebiet müssen die Besucher auf den befestigten Wegen bleiben, Hunde gehören an die Leine und dürfen auch an der Flexi-Leine nicht vom Weg abgehen, weiterhin ist unter anderem offenes Feuer verboten. Der Ruhlsee ist ohnehin tabu, da er mitten im Naturschutzgebiet liegt. Der Kinzigsee liegt zwar außerhalb des Gebietes, doch um ihn zu erreichen, müssten Besucher die Wege verlassen. Außerdem ist das Gewässer derzeit gesperrt, da die für eine ordentliche Wassserqualität nötige Impfung wegen der zerstörten Folie im See nicht umgesetzt werden konnte und das Wasser daher gesundheitsgefährdend ist; durch Zuflüsse und Algenbildung liegt der ph-Wert im schädlichen Bereich. Obwohl die „Naturschutzgebiet“-Schilder eigentlich nicht zu übersehen sind, halten sich viele nicht an die Verbote.

Mehr: GNZ vom 12. Juni

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