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„Bußgelddrohung ist eine Frechheit“

Pressemitteilung der Stadt sorgt für Unmut bei den Pferdefreunden

31 Jul 2020 / 14:18 Uhr
Langenselbold (re/tmb)). Vor einigen Tagen gab die Stadt Langenselbold eine Pressemitteilung heraus, in der sie Pferdeäpfel auf den öffentlichen Straßen thematisierte und auf die Pflicht der Reiter hinwies, diese zu beseitigen. Wenig erfreut darüber äußert sich Jürgen Scharfenorth, Vorstand der Langenselbolder Pferdefreunde – vor allem, weil der Verein von Seiten der Stadt vor der öffentlichen Pressemitteilung niemals auf dieses Thema angesprochen worden sei, das nun ins Blickfeld der Öffentlichkeit gerückt wird.

„Die umgangssprachlich als Pferdeäpfel bezeichneten Hinterlassenschaften eines Pferdes auf öffentlichen Straßen und Wegen stellen für Anwohner und andere Erholungssuchende ein großes Ärgernis da“, heißt es in der Pressemitteilung der Stadt, gefolgt von dem Hinweis, dass ein Reiter in Bezug auf den Pferdekot die selben Pflichten wie ein Hundehalter habe. Wer den Kot seines Tieres nicht „unverzüglich und schadlos“ beseitige, müsse mit einem Bußgeld bis zu 5000 Euro rechnen. Ein entsprechendes Schreiben ging auch an die Pferdebetriebe. Als „Trauerspiel“ bezeichnet Jürgen Scharfenorth dieses Vorgehen der Stadt und fragt sich, ob die Pressemitteilung „das Sommerloch oder die klammen Taschen der Stadt“ füllen solle. Er vermutet, dass „durch die Hintertür wieder das Thema „Pferd“ auf die Agenda“ genommen werden solle. „Ich als Vorstandsmitglied der Langenselbolder Pferdefreunde finde die Vorgehensweise der Stadt, politisch korrekt gesprochen, nicht hinnehmbar.“

Mehr: GNZ vom 1. August.

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