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Den alten Ortskern wiederbeleben

Bürgermeisterkandidat Manfred Kapp will die Langenselbolder Stadtgesellschaft stärken

29 Dez 2019 / 17:36 Uhr

Langenselbold (mab). Seit 1996 wird Langenselbold von CDU-Bürgermeistern regiert und galt vordem als „rote Hochburg.“ Was für ein Signal würden die Bürger setzen, wenn sie Manfred Kapp im Januar zum Rathauschef wählen würden? „Dass sie einen echten Neuanfang wollen“, meint der Bürgermeisterkandidat der Freien Wähler.

Als Bürgermeister Jörg Muth ankündigte, für eine dritte Amtszeit nicht mehr zur Verfügung zu stehen, wusste Manfred Kapp, dass die Zeit für ihn gekommen war, seinen Hut in den Ring zu werfen. „Es gibt vier Bürgermeisterkandidaten, keiner hat einen Amtsbonus, also habe ich Chancen, zu gewinnen“, zeigt sich der Handwerksmeister zuversichtlich. „Die Bürger wollen kein Weiter so“, attackiert er CDU-Kontrahent Tobias Dillmann und SPD-Kandidat Timo Greuel gleichermaßen, „sondern eine echte Alternative zu einer Politik, die von Parteiinteressen und Postendenken bestimmt wird.“ Sorgen wegen der Kandidatur des unabhängigen Bewerbers Axel Häsler macht er sich nicht. „Natürlich wird mich das einige Stimmen kosten, aber als Vertreter der Freien Wähler bin ich kein Parteipolitiker und habe dennoch seit mehreren Jahren gezeigt, dass ich mich politisch stark für die Gründaustadt engagiere.“

Mit seiner Frau Christiane gehörte Manfred Kapp Ende 2010 zu den Gründungsmitgliedern der Freien Wähler Langenselbold (FW). Bei der Kommunalwahl 2016 verbesserte sich die FW-Fraktion im Stadtparlament von einem auf vier Sitze. Seitdem sitzt der jetzige Bürgermeisterkandidat im Magistrat, und da geht es, wie er sagt, nicht immer im Sinne der Steuerzahler zu. Die Abwahl von Erstem Stadtrat Gustav Schreiner und die Neubesetzung des Postens mit SPD-Kandidat Timo Greuel ist einer der Entscheidungen, die Kapp heftig kritisiert. „Die Stadt musste für einen gewissen Zeitraum zwei hauptamtliche Politiker bezahlen, nur damit die SPD dem Koalitionsvertrag zustimmt“, ärgert sich Kapp, der seinerzeit ein Bündnis aus SPD, FDP und Freien Wählern präferiert hatte.

Mehr dazu lesen Sie in der GNZ vom 30. Dezember.

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