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Ein schuldfähiger Narzisst

Gutachten im Prozess gegen 47-jährigen Langenselbolder vorgelegt

15 Mrz 2019 / 15:16 Uhr
Langenselbold (tmb). Im Prozess gegen einen 47-jährigen Langenselbolder, der sich wegen zahlreicher Delikte - unter anderem versuchten Mordes und sexueller Nötigung – am Landgericht verantworten muss, hat gestern der psychologische Gutachter ausgesagt. In mehr als vier Stunden legte der Fachmann die Entwicklungsgeschichte und die diagnostische Einordnung zu dem Fall dar und kam zu dem Schluss: Bei dem Angeklagten handele es sich um einen Narzissten. Hinweise auf eingeschränkte Steuerungs- oder Einsichtsfähigkeit sieht der Psychloge nicht. Damit wäre der Mann, sollte er verurteilt werden, voll schuldfähig.

Gutachter Nils Habermann aus Heidelberg hatte den Angeklagten im September und Oktober 2018 untersucht, ihn zudem während des Prozesses beobachtet und auch den aussagenden Zeugen Fragen zu der Persönlichkeit des Mannes gestellt. So kam er zu der Einschätzung, die dem Langenselbolder eine narzisstische Persönlichkeitsstörung bescheinigt. Der Angeklagte sei ein Egozentriker, emotional labil aber mit starker rationaler Kontrolle über sich selbst. Er rede gerne von seinen beruflichen Erfolgen, sei aber empfindlich, wenn er mangelnde Aufmerksamkeit oder Kritik erfahre.

Mehr: GNZ vom 15. März.

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