SUCHE

Fronten im Jobkampf bleiben verhärtet

Thermo Fisher: IG Metall schreibt offenen Brief an Geschäftsführung

03 Dez 2019 / 17:47 Uhr
Langenselbold (mab). Die IG Metall zeigt sich vom Verlauf der ersten Sitzung der gerichtlich eingesetzten Einigungsstelle im Konflikt um den Stellenabbau bei Thermo Fisher in Langenselbold enttäuscht. Das Unternehmen habe sich am ersten Verhandlungstag „keinen Millimeter auf die Belegschaftsvertreter zubewegt“, betont Gewerkschaftsbevollmächtigter Robert Weißenbrunner in einer Pressenotiz.

Im Frühjahr 2018 hatte der Konzern angekündigt, bis Sommer 2019 rund 100 Arbeitsplätze aus der Gründaustadt nach Schottland und Ungarn zu verlagern. Später erklärte sich die Leitung bereit, 20 Arbeitsplätze in Langenselbold zu erhalten. Die Arbeitnehmervertreter fordern dagegen den Erhalt von 63 Jobs. Weitere Ziele sind Mindestabfindungen für die betroffenen Mitarbeiter von zweieinhalb Monatsgehältern pro Beschäftigungsjahr und die Einrichtung einer zwölfmonatigen Transfergesellschaft. In einem offenen Brief an die Geschäftsführung weißt die IG Metall nun darauf hin, dass die beschlossenen Sozialtarifforderungen nur durch einen Mehrheitsbeschluss der Gewerkschaftsmitglieder zurückgenommen werden können. In ihrem Schreiben erwartet die Gewerkschaft, dass sich die Geschäftsführung beim nächsten Termin der Einigungsstelle am kommenden Donnerstag, 5. Dezember, auf die Forderungen der Belegschaft zubewegt. „Sollte dieses zentrale Ziel in der Einigungsstelle nicht erreicht werden, wird der Konflikt mit weiteren gewerkschaftlichen Mitteln zu führen sein“, heißt es im offenen Brief.

Weitere Meldungen aus der Region
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4

Schlagwörter: