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Gegen das Vergessen

Letzte Vorbereitungen für das Aufstellen einer Gedenkstele im Schlosspark

11 Sep 2019 / 16:42 Uhr
Langenselbold (tmb). Die Bronzeplatten sind fertig, jetzt muss nur noch der Platz vor dem Rathaus vorbereitet werden: Wie Dr. Manfred Keil, Vorsitzender des Vereins für Geschichte gestern im Heimatmuseum Langenselbold gemeinsam mit Bürgermeister Jörg Muth mitteilte, wird die Erinnerungs-Stele für die verfolgten und ermordeten jüdischen Bürger Langenselbolds in Kürze aufgestellt.

„Ein Mensch ist erst vergessen, wenn sein Name vergessen ist“, heißt es im Talmud. Diese Worte stehen auch auf der Stele, die der Langenselbolder Verein für Geschichte initiiert hat. Seit 2017 gab es Pläne, einen Platz gegen das Vergessen zu schaffen. Unterschiedliche Formen wurden diskutiert, darunter auch die einer Mauer; das „Rennen“ machte schließlich ein mit Sandstein verkleideter Block, auf dem Bronzetafeln, unter anderem mit den Namen der ausgegrenzten, deportierten und ermordeten Juden der Stadt geschrieben stehen. 120 Namen, Geburtsdaten und die ehemaligen Wohnorte zeugen von 120 Schicksalen.

Mehr: GNZ vom 12. September.

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