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Jobkampf weitet sich deutlich aus

600 Menschen protestieren gegen Stellenabbau bei Thermo Fisher

15 Okt 2019 / 17:54 Uhr
Langenselbold (mab) Deutschlandweit haben gestern Mitarbeiter an mehreren Themo-Fisher-Standorten gegen den geplanten Abbau von rund 80 Stellen in Langenselbold protestiert. In der Gründaustadt brachte die IG Metall mehr als 600 Menschen auf die Straße. Der Protestzug am Tag des ersten Warnstreiks wurde so zur größten Demonstration, die Langenselbold je erlebt hat. Weiterhin fordert die Gewerkschaft die Arbeitgeberseite zu Verhandlungen über Sozialtarifverträge auf.

Es ist ein eindrucksvolles Bild. Gegen 11 Uhr bauen die Streikenden vor dem Tor des Langenselbolder Thermo-Fisher-Werks eine Mauer aus 51 Pappkartons auf. Die soll die Verweigerungshaltung der Konzernleitung symbolisieren, mit der Gewerkschaft über Sozialtarifverträge für die vom Abbau der aktuell 80 Stellen in Langenselbold betroffenen Mitarbeiter zu verhandeln. Mit der Parole „Thermo an den Tisch“ reißen die Streikenden die Mauer nieder – nicht das einzige starke Bild, das Gewerkschaftsbevollmächtigter Robert Weißenbrunner an diesem Tag öffentlichkeitswirksam arrangiert.

Mehr: GNZ vom 16. Oktober.

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