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Kläranlage muss erweitert werden

Faulturm soll künftig Strom und Wärme aus Schlamm erzeugen

29 Mai 2019 / 17:47 Uhr
Langenselbold (mab). Langenselbold wächst. Seit Jahren. Was für die Einwohnerzahlen gilt, gilt jedoch nicht für die Kläranlage. Die hat sich seit ihrem Bau vor 30 Jahren nicht wesentlich verändert. Im Auftrag der Stadt hat die örtliche Planungsgemeinschaft Häfner und Oefner überprüft, ob die Kapazität des Klärwerks ausreicht, um die neuen Gebiete anzuschließen. Das Ergebnis: Die Anlage ist bereits jetzt überlastet. In einer gemeinsamen Sitzung haben sich die Mitglieder des Haupt- und des Bauausschusses am Dienstagabend für eine von drei möglichen Ausbauvarianten ausgesprochen.

Grund zu Panik besteht nicht, wohl aber dringender Handlungsbedarf. So lautet das Fazit der örtlichen Planungsgemeinschaft Häfner und Oefner, die 2018 von der Langenselbolder Stadtverordnetenversammlung mit der Kapazitätsprüfung der Kläranlage am Kinzigsee beauftragt wurde. Noch werden alle gesetzlich vorgeschriebenen Grenzwerte für Phosphor und Stickstoff eingehalten. Die Frage ist nur, wie lange noch. Denn das Werk ist deutlich überlastet. Die 1988 gebaute Anlage ist für eine Maximalbelastung von 18 000 Einwohnergleichwerten (EGW) ausgelegt. Bereits jetzt liegt die Belastung zum Teil bei 19 100 EGW, und das, obwohl die Innenstadtverdichtung und die Bebauung von Niedertal III noch nicht abgeschlossen, und die weiteren Wohn- und Gewerbegebiete noch nicht erschlossen sind.

Mehr: GNZ vom 31. Mai

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