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Kläranlage wird ausgebaut

Stadtverordnete sehen Bedarf für Erweiterung/ Auftrag für weitere Prüfungen

27 Jun 2019 / 15:39 Uhr
Langenselbold (mab). Mit großer Mehrheit haben sich die Langenselbolder Stadtverordneten am Montagabend grundsätzlich für den Ausbau der städtischen Kläranlage ausgesprochen. Die ist 30 Jahre alt und schon jetzt deutlich überfordert. Ein Gutachten des örtlichen Planungsbüros Häfner und Oefner kommt zu dem Schluss, dass die Kapazität der Anlage nahezu verdoppelt werden muss, wenn die Stadt Langenselbold weiterhin wachsen will.

Die bestehende Kläranlage im Südwesten der Stadt wurde 1988 fertiggestellt und ist somit gewissermaßen eine Seniorin. Seinerzeit betrug die rechnerische Auslastung der Kapazität 13000 Einwohnergleichwerte (EGW). Die maximale Belastung ist auf 18000 EGW ausgelegt. Wie aus dem vorliegenden Gutachten hervorgeht, das die Stadtverordneten am Montag mehrheitlich zur Kenntnis nahmen, liegt die aus den Betriebsdaten ermittelte Maximalbelastung heute schon bei 19100 EGW. Wenn in absehbarer Zeit noch einmal die Neubaugebiete Niedertal IV und V sowie die neuen Gewerbegebiete im Westen der Stadt hinzukommen, droht der Kollaps. In einer gemeinsamen Sitzung von Haupt- und Bauausschuss hatten sich die Mitglieder grundsätzlich für eine von drei möglichen Ausbauvarianten ausgesprochen, die zugleich vom Planungsbüro favorisiert wird. Dabei geht es unter anderem um die Errichtung eines Faulturms, in dem sich der Klärschlamm verdickt und zugleich Wärme und Strom erzeugt (die GNZ berichtete).

Mehr: GNZ vom 28. Juni

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