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Langenselbolder Urgestein wird 70

Am Sonntag feiert Stadtrat Franz Winterstein im Kreise seiner Familie

24 Mrz 2017 / 19:38 Uhr
Langenselbold (mab). Franz Winterstein bezeichnet sich selbst als Selbolder Urgestein. Am Sonntag feiert der Stadtrat seinen 70. Geburtstag – nicht das einzige Jubiläum, dass der Langenselbolder Christdemokrat in diesem Jahr begeht. So freut sich der CDU-Stadtverband 2017 über sein 50-jähriges Bestehen. Im November feiert Winterstein dazu die goldene Hochzeit mit seiner Frau Christel. Sein Leben hat Winterstein in den Dienst seiner Stadt gestellt. So wurde er schon 1972 als jüngstes Mitglied ins Stadtparlament gewählt. Neben der Politik sind vor allem die Langenselbolder Vereine seine große Leidenschaft. „Ich würde am liebsten in jeden einzelnen Verein in meiner Stadt eintreten“, erklärt der Jubilar, der laut eigener Aussage so gut wie kein Spiel seiner Fußballmannschaft, der Zehner, verpasst hat.

Wenn Franz Winterstein über sein Engagement für die Gründaustadt spricht, beginnen seine Augen zu leuchten. Der Christdemokrat ist überzeugter Kommunalpolitiker, durch und durch. Bereits seit 2001 gehört er ohne Unterbrechung dem Langenselbolder Magistrat an. Das große Vertrauen, das er in seiner Heimatstadt genießt, ist die Frucht eines unermüdlichen ehrenamtlichen Einsatzes. Wie er das zeitaufwendige Engagement bewältigt hat, bleibt indes sein Geheimnis. Denn auch beruflich hatte Winterstein alle Hände voll zu tun.

Schon im Alter von 14 Jahren begann er eine Lehre in der elterlichen Schreinerei. „Ich war vom Körperbau her eigentlich kein Handwerker, aber wenn man damals in einem Familienbetrieb aufgewachsen war, wurde man nicht gefragt.“ Als der Vater 1970 mit 57 Jahren viel zu früh an einem Herzinfarkt starb, übernahm Winterstein das Unternehmen. Damals war er 23. „Es war keine leichte Zeit. Tagsüber stand ich im Betrieb, anschließend habe ich in Abendkursen meine Meisterprüfung gemacht.“ Schnell stand fest, dass sich das Familienunternehmen auf die Anfertigung von Holztreppen spezialisieren würde.

„Ich habe in meinem Leben geschätzte 2 000 Treppen hergestellt und montiert“, meint Winterstein. „Jedes Treppenhaus ist anders, es ist spannend, für unterschiedliche Gebäude die richtigen Treppen zu entwickeln.“ Eine Herausforderung, die ihm noch heute Freude bereitet. So steht er seinem Sohn André, der 2012 den Betrieb übernommen hat, oft mit Rat und Tat zur Seite.

Ebenfalls im Alter von 23 Jahren trat Winterstein, ungewöhnlich für den Sohn eines Sozialdemokraten, in den damals noch jungen CDU-Stadtverband ein.

Mehr in der GNZ vom 25. März.

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