SUCHE

Leere Gästebetten und

Langenselbolder Naturfreunde: Fehlende Einnahmen und Müllprobleme

24 Apr 2020 / 18:48 Uhr
Langenselbold (kno). Viele Vereine und Gasthäuser haben ihren Betrieb seit März massiv oder komplett eingestellt. Auch die Naturfreunde Langenselbold schlossen sich früh den Präventionsmaßnahmen rund um die Corona-Pandemie an und stellten den Vereinsbetrieb ein. Durch fehlende Einnahmen aus dem Gästehaus sowie abgesagten Events droht langfristig auch diesem Verein fehlendes Investitionskapital. Vorstandmitglied Katja Zühlcke bedauerte die notwendigen Maßnahmen und äußerte sich verstimmt im Bezug auf die aufkommenden Müllberge durch zunehmende Spaziergänger.

Direkt mit den Empfehlungen des Bundes gab es bei den Selbolder Naturfreunden am 19. März eine außerordentliche Vorstandssitzung, in der einstimmig beschlossen wurde, das Gästehaus des Vereins zu schließen und anstehende Veranstaltungen abzusagen. „Wir wollten weder für unsere Gäste noch für unsere Mitglieder, die Dienste besetzen, ein Risiko eingehen“, erklärt Zühlcke, die bei den Naturfreunden für die Kinder- und Jugendarbeit zuständig ist, die frühe Einstellung der Vereinsaktivität. „Wir haben daher unseren Betrieb bereits vor dem offiziellen „Shutdown“ durch den Bund geschlossen. Kurz darauf wurden ohnehin touristisch geführte Unternehmen der Betrieb untersagt - damit wäre Gästehaus ohnehin zu. Somit mussten auch der beliebte Tanz in den Mai, verschiedene angedachte Musikangebote, die Jugendgruppe ‚Umweltdetektive‘, eine Wanderung auf den Buchberg, der Vereinsausflug mit Weinwanderung am 19. April nach Oppenheim sowie die Kräuterwanderung ausfallen. Egal ob vereinsinterne oder öffentliche Angebote, alles wurde abgesagt. Ob die Sonnenwend-Feier am 20. Juni statt finden kann, ist laut Zühlcke noch unklar.

Natürlich gehen solche Ausfälle und Absagen nicht spurlos an einer Vereinskasse vorbei: „Gerade unser Sonntag ist sehr gut angenommen, und in letzter Zeit war das Wetter schön, was in der Regel für zahlreiche Besucher sorgt“, bedauert die Langenselbolderin. „Alleine mit den Sonntagen, die bereits sieben Mal seit der Schließung ausfallen mussten, dürften etwa 3500 Euro Einnahmen weggefallen sein. Der Tanz in den Mai hätte vermutlich rund 1000 Euro eingebracht – je nach Besucherzahlen. Das Gästehaus ist zwar im März ohnehin geschlossen, ab Ende März hatten wir aber Betten vermietet und bislang belaufen sich die Ausfälle hier auf circa 2500 Euro. Je nachdem wie lange die Schließung noch anhält, werden sich die finanziellen Ausfälle erhöhen.“

Mehr: GNZ vom 25. April.

Weitere Meldungen aus der Region
  • 1