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Marktleiter zu Boden geschlagen

Zwei Langenselbolder wegen Prügelei im Getränkemarkt vor Gericht

08 Nov 2018 / 17:37 Uhr
Langenselbold (tmb). Ein 30-jähriger Langenselbolder und sein 62-jähriger Vater müssen sich seit gestern am Hanauer Amtsgericht verantworten. Der Vorwurf im Falle des Sohnes lautet schwere Körperverletzung, bei dem 62-Jährigen geht es um einen einfachen Fall von Körperverletzung. Die beiden sollen im Mai dieses Jahres Angestellte des Langenselbolder Logo-Getränkemarktes attackiert haben. Da der Verteidiger des 30-jährigen an der Schwere der Verletzungen zweifelte, die der Marktleiter in Folge des Angriffes davongetragen haben will, beantragte er, einen Gutachter zu bestellen.

Auslöser für die handgreifliche Auseinandersetzung war, dass der Marktleiter am 18. Mai den 62-Jährigen verdächtigte, eine Flasche Bier gestohlen zu haben, und daraufhin von seinem Hausrecht Gebrauch machte und ein Hausverbot aussprach.

Der 62-jährige kehrte später mit seinem Sohn zurück, um sich darüber zu beschweren, da er gar kein Bier trinke. Hier gehen die Darstellungen von Angeklagten und Zeugen auseinander. Der 30-jährige Schausteller sagt, er habe dem Marktleiter eine Ohrfeige gegeben und ihm wohl noch ein oder zwei Schläge mit der Faust verpasst. Das sei alles gewesen.

Der Marktleiter schildert der Vorfall anders. Er habe den beiden Männer erklärt, dass er berechtigt sei, ein Hausverbot auszusprechen und dies auch mache. Daraufhin habe der 30-Jährige ihn mit den Fäusten links und rechts gegen den Kopf geschlagen. „Es war kein Streitgespräch – der Schlag kam aus dem nichts“, sagte er. Vor Gericht sprach er von circa 20 Schlägen. Bei der Polizei hatte er ausgesagt, dass er fünf bis sechsmal mit der Faust geschlagen worden sei. Der Zeuge begründete diesen Unterschied damit, dass es ihm vorgekommen sei, als ob er viel mehr Schläge abbekommen hätte.

Mehr: GNZ vom 9. November.

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