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Selbold plant die Super-Kita

Bürgermeister Jörg Muth stellt Konzept für Familienzentrum vor

28 Feb 2017 / 19:26 Uhr
Langenselbold (mab). Bei einer Informationsveranstaltung im Langenselbolder Schloss mit CDU-Landratskandidatin Srita Heide und der christdemokratischen Bundestagsabgeordneten Katja Leikert hat Bürgermeister Jörg Muth (CDU) am Montag erste Details zum Konzept der neuen Kita im Niedertal III verraten. Geplant ist ein Zentrum mit Beratungs- und Begegnungsmöglichkeiten als zentrale Anlaufstelle für junge Familien.

Schon im Herbst sollen laut Bürgermeister Jörg Muth die Bagger rollen. Auch CDU-Vorsitzender Patrick Heck drückt beim Bau der neuen Kita aufs Gaspedal. „Das erste Haus, dass im Neubaugebiet entsteht, muss die Kita sein.“ Der Bedarf ist hoch. So steigt die Zahl der Bürger durch das Neubaugebiet um etwa 400 Personen. Mit den weiteren geplanten Neubaugebieten im Wohnbaugürtel Nord könnten in den kommenden Jahren bis zu 1600 neue Bürger in der Gründaustadt leben, erwartungsgemäß überwiegend junge Familien. Da gilt es laut Muth, entsprechende Betreuungsplätze sicherzustellen. Im November hatten die Langenselbolder Stadtverordneten den Bürgermeister mit der Bildung einer Arbeitsgruppe beauftragt, die ein Konzept für die neue Kita erarbeiten sollte.

Am Montag nun hat der Rathauschef erste Ergebnisse präsentiert. Geplant ist weit mehr, als nur ein herkömmlicher Kindergarten. Vielmehr strebt die AG, in der neben Muth auch der Erster Stadtrat Gustav Schreiner sowie Vertreter des Bau- und Sozialamts vertreten sind, ein modernes Zentrum als Anlaufstelle für junge Familien an. In der Einrichtung sollen zunächst vier Betreuungsgruppen eingerichtet werden. Die Möglichkeiten für weitere sollen geschaffen werden. Ob hier auch Hortplätze entstehen, steht derzeit noch nicht fest. Auch eine zentrale Beratungsstelle soll im Zentrum Platz finden. Ziel ist es, Familien für einen längeren Zeitraum zu begleiten und unterschiedliche Hilfsangebote zu bündeln.

„Junge Eltern sind heute mit zahlreichen Unwägbarkeiten konfrontiert“, betonte Muth. Oft kämen zur beruflichen Belastung unvorhersehbare Krankheits- und Pflegefälle in der Familie oder ein Jobverlust hinzu. „In dieser sensiblen Phase wollen wir junge Eltern nicht alleine lassen.“ Bis zu 15 speziell für solche Beratungsangebote geschulte Erzieher könnten in der Einrichtung Arbeit finden. Allein für die Entwicklung und den Bau der Kita rechnet die Arbeitsgruppe derzeit mit Kosten in Höhe von etwa 3,5 Millionen Euro.

Mehr in der GNZ vom 1. März.

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