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Sieben Jahre Haft für Selbolder

Verurteilt wegen gefährlicher Körperverletzung, sexuellem Missbrauch, Urkundenfälschung, Vortäuschen einer Straftat und Besitz von Kinderpornografie

10 Apr 2019 / 21:03 Uhr
Langenselbold (tmb). Sieben Jahre Haft lautet die Strafe im Fall eines Langenselbolders, der im Janaur 2018 seine Ehefrau in Seligenstadt mit einer Dachlatte auf Kopf und Oberkörper geschlagen und somit schwer verletzt haben soll und zudem wegen sexuellen Missbrauchs, Urkundenfälschung, Besitz von Kinderpronografie und Vortäuschen einer Straftat verurteilt worden war. Der Angeklagte reagierte mit Kopfschütteln, Schnauben und Grimassieren auf die erläuternden Worte von Richter Dr. Peter Graßmück. In seinen letzten Worten hatte er zuvor in 40 Minuten nochmals dargelegt, dass er unschuldig sei und das Verfahren gegen ihn auf einem Komplott seiner getrennt lebenden Ehefrau beruhe.

„Wir suchen hier nach einer forensischen Wahrheit“, erklärte Graßmück. Das Gericht vergleiche, was den Angeklagten belaste und was ihn entlaste. In diesem Fall überwiege die Überzeugung die Restzweifel. Laut Graßmück sprechen mehrere Faktoren für die Schuld des Angeklagten. Zum einen das Tatmotiv, das die Kammer in der vom Gutachter bescheinigten narzisstischen Persönlichkeit des Angeklagten sieht. Mit der Trennung sei seine Noch-Ehefrau zu seinem Gegner geworden. Und laut Gutachten könne es zu hohen Aggressionen gegen seine Gegner führen, wenn der Selbstwert des Angeklagten abgewertet werde – was in diesem fall durch die vorherige Trennung und den Kampf um das Sorgerecht für die drei Kinder gegeben war.

Mehr: GNZ vom 11. April.

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