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Stadt hofft auf schwarze Null

Jahreshaushalt einstimmig verabschiedet / Überschuss schrumpft auf 69 000 Euro

09 Mrz 2021 / 22:26 Uhr
Langenselbold (mab). In einer dreieinhalbstündigen Sondersitzung haben die Langenselbolder Stadtverordneten am Montagabend den Jahreshaushalt für 2021 verabschiedet. Jeweils zwei reguläre Sitzungen des Finanzausschusses und des Parlaments hatten hierfür nicht ausgereicht. Grund war die extrem hohe Zahl an Änderungsanträgen, die zum größten Teil sehr spät eingereicht worden waren, und die, wären sie in Gänze angenommen worden, ein deutliches Defizit im Ergebnishaushalt bewirkt hätten. Der beschlossene Etat weist stattdessen einen leichten Überschuss von rund 69 000 Euro auf. Ob es am Ende des Jahres bei einer schwarzen Null bleibt, kann in Zeiten der Pandemie allerdings niemand abschätzen.

In einer schriftlichen Stellungnahme hatte Erster Stadtrat und Kämmerer Benjamin Schaaf davor gewarnt, dass die Masse der Änderungsanträge im Falle ihrer Annahme dazu führen könnte, dass die Finanzaufsicht das Zahlenwerk nicht genehmigen würde. Bereits vor zwei Wochen hatten die Stadtverordneten Beschlüsse gefasst, die den geplanten Überschuss im Ergebnishaushalt deutlich reduziert hatten. Rechnete Schaaf bei der Aufstellung des Etats noch mit einem Plus von rund 191 000 Euro, so lag der Zwischenstand zu Beginn der Sitzung am Montag bei nur noch 124 000 Euro. Deutlich hatte sich der bereits beschlossene CDU-Vorschlag zur weiteren Entlastung von Vereinen während der Pandemie auf das Ergebnis ausgewirkt. Noch stärker belastet der beschlossene Antrag von CDU und Freien Wählern zur Planung und Installation von Luftfilteranlagen in den Langenselbolder Kitas das Ergebnis. Hierfür werden 55 000 Euro in den Haushalt eingestellt, 800 000 Euro werden in den Investitionshaushalt aufgenommen.

Mehr: GNZ vom 10. März.

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