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Streit um Gesundheitszentrum

Stadtverordnete beschließen Verkauf von Grundstücken / Weitere Praxis schließt

10 Dez 2019 / 20:27 Uhr
Langenselbold (mab). Am Montagabend haben die Langenselbolder Stadtverordneten den Startschuss für ein Projekt der Superlative gegeben. Auf einem 14 000 Quadratmeter großen Areal im Gewerbegebiet Nesselbusch plant die Vital AG aus Mainaschaff ein Gesundheitszentrum, das die medizinische Versorgung in Langenselbold und den umliegenden Kommunen sichern soll. Mit der Mehrheit der Stimmen der Großen Koalition haben die Parlamentarier dem Ankauf der entsprechenden Grundstücke durch die Stadt und deren anschließende Weiterveräußerung an Investor Wolfgang Herdt beschlossen. Die Freien Wähler kritisierten, dass die Stadt keinen Einfluss auf die Entwicklung des Projekts nehmen könne. Unterdessen verschärft sich die Ärztesituation in der Stadt durch dem Umstand, dass die Hausarztpraxis von Dr. Herbert Sommer Ende des Jahres schließt.

Der Zeitplan, den Bürgermeister Jörg Muth für die Realisierung des Gesundheitszentrums ausgab, ist fast so ehrgeizig wie das 20-Millionen-Euro-Projekt selbst. Bereits im Herbst 2021 will die Vital AG die Einrichtung eröffnen. Die Bagger sollen ab Mai 2020 rollen. Mit Hochdruck müssen die städtischen Gremien jetzt die rechtlichen Voraussetzungen schaffen. In einem ersten Schritt beschlossen die Stadtverordneten am Montag den Ankauf von zwei insgesamt 14 000 Quadratmeter großen Grundstücken an der Ravolzhäuser Straße und deren Weiterveräußerung an die Vital AG.

Mehr: GNZ vom 12. Dezember.

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