SUCHE

Unglaubliches auf die Beine gestellt

Olanda und Sergej Vilkh sowie Eduard Daudrich haben Spenden organisiert

17. Juni 2022 / 15:23 Uhr
Langenselbold (ag). Schon wenige Tage nach dem russischen Einmarsch in die Ukraine stand für das aus der Ukraine stammende Ehepaar Sergej und Olanda Vilkh fest: Wir müssen helfen, soviel und solange wir können. Deswegen starteten sie einen Spendenaufruf in den sozialen Medien – und wurden überrannt von der Hilfsbereitschaft der Langenselbolder.

Nach einer Woche war das zweistöckige Wohnhaus der Familie bis zum Bersten gefüllt mit Hilfsgütern jeder Art, es platzte aus allen Nähten. Sergej Vilkh, der eine KFZ-Werkstatt in der Gelnhäuser Strasse führt, kaufte kurzerhand zwei ehemalige Geldtransporter und baute sie noch spät in der Nacht um. Vor allen dringend benötigte Medikamente sollten sicher am Zielort ankommen (wir berichteten).

Der befreundete KFZ-Meister Eduard Daudrich schloss sich der Aktion an: Mit russischen Wurzeln sei es keine Frage der Nationalität, sondern der Menschlichkeit zu helfen, meinte er. Gemeinsam organisierten die drei bis heute mehrere Hilfstransporte, gleichzeitig arbeiten sie ehrenamtlich als Übersetzer, als Zuhörer für die seelischen Probleme der Geflüchteten. Zudem boten sie ihre Hilfe beim Ausfüllen von Formularen für die in Langenselbold gestrandeten Flüchtlinge an. In Eigeninitiative organisieren sie Unterkünfte, Amtsgänge oder auch „nur“ etwas zum Anziehen. „Es ist furchtbar, was diese Menschen erleben mussten. Da sind Kinder mit dabei, die die Leichen auf der Straße haben liegen sehen.“

Mehr lesen Sie am 18. Juni in der GNZ.

Wer helfen möchte, kann Hilfsgüter gerne bei der Werkstatt Vilkh in der Gelnhäuser Straße (neben der Aral-Tankstelle) abgeben oder die Hilfsaktion mit Geldspenden unterstützen.

Weitere Meldungen aus der Region
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4

Schlagwörter: