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Wahlkampf als Dialog

CDU-Bürgermeisterkandidat Tobias Dillmann setzt beim Stimmenfang aufs Zuhören

26 Dez 2019 / 18:03 Uhr

Langenselbold (mab). Im Januar könnte Tobias Dillmann zum einzigen CDU-Bürgermeister im Main-Kinzig-Kreis gewählt werden, oder die letzte Bastion für seine Partei verlieren. Doch an solche Dinge verschwendet der Langenselbolder keine Zeit. Seinen Wahlkampf hat er früher als seine Mitbewerber gestartet. Mehr als zu reden, geht es ihm dabei ums Zuhören.

Tobias Dillmann setzt sich an den Tisch und bestellt eine Spezi. Eigentlich wollte er das Pressegespräch in der Pizzeria für einen Imbiss nutzen. Doch dann hat es doch noch geklappt und er konnte mit der Familie essen. Zeit mit seiner Frau und den vier Kindern verbringen zu können, ist ein Geschenk für den 47-Jährigen, besonders in Wahlkampfzeiten, in denen das Leben des Kandidaten noch enger getaktet ist, als sonst. Heute ist einer von zwei Homeoffice-Tagen in der Woche, an denen Dillmann seine Geschäfte von Langenselbold aus erledigt. Zeit zum Müßiggang bleibt dennoch nicht. Dillmann hat bereits eine dreistündige Verhandlung per Webex hinter sich. Nach dem Pressegespräch steht eine Telefonkonferenz mit dem Chef an, danach tagt der CDU-Vorstand. Am Abend gilt es, verdiente Parteifreunde für ihre langjährige Treue auszuzeichnen. Nicht zu vergessen, die häuslichen Pflichten, zu denen es gehört, die Kinder zur Kita zu bringen oder einkaufen zu gehen. Der ganz normale Alltag eines Familienvaters, der Prokurist bei der Deka-Bank ist und Langenselbolds Bürgermeister werden will.

Mehr lesen Sie in der GNZ vom 27. Dezember.

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