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Wasserturm im Dornröschenschlaf

Heimat- und Geschichtsverein will auf altes Gebäude aufmerksam machen

26 Mrz 2021 / 17:41 Uhr
Langenselbold (tmb). Der alte Wasserturm hoch auf dem Langenselbolder Wingertskippel scheint in einen Dornröschenschlaf gefallen zu sein. Das Tor ist mit einer schweren Kette verschlossen, die Schaubilder, einst für Kinder aufgestellt, sind verblasst. Der Heimat- und Geschichtsverein will das Interesse der Öffentlichkeit wieder auf das alte Gemäuer lenken. Von der Stadt kommen positive Signale.

Schon die Umgebung des Wasserturms an der Abtshecke ist geschichtsträchtig. Die ehemalige Leipziger Straße führt direkt daran vorbei. In direkter Nachbarschaft hat sich den Schriften des Heimatforschers Wilhelm Völkner zufolge der „Galgenküppel“ befunden, wie der Vorsitzende des Heimat- und Geschichtsvereins, Manfred Keil, berichtet. Langenselbold war um 1566 als Hochgericht erwähnt.

Auch Ruben Hausmann hat sich intensiv mit der Historie dieser Orte befasst, wenn er auch noch keine Überreste der steinernen Türme finden konnte, die auf der Hinrichtungsstätte gestanden haben sollen. Auch zum Wasserturm hat er recherchiert. Interessiert am Schicksal des Wasserturms ist auch Silvia Schwanzer, vielen Langenselboldern unter ihrem Mädchennamen Lehr bekannt. Sie hat zahlreiches Material gesammelt, ihrer Familie gehört das benachbarte Grundstück.

Der Turm wurde 1872 erbaut. Er war Teil der Frankfurter Quellwasserversorgung.

Mehr: GNZ vom 27. März.

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