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Aufatmen bei den Fußballern

Nach langer Debatte erhöht das Parlament die Mittel für den Kunstrasenplatz

05. Juli 2022 / 16:12 Uhr
Linsengericht (pfz). Es ist bereits ein langer Abend geworden im Bürgersaal Eidengesäß, als Werner Fischer von der CDU ans Rednerpult tritt und alle Sorgen der vielen Anwesenden Mitglieder der SG Altenhaßlau/Eidengesäß mit einem Mal wegwischt: „Ich kann Euch direkt sagen: Wir werden der Erhöhung der Mittel zustimmen.“ Damit ist klar, es gibt eine Mehrheit im Linsengerichter Gemeindeparlament, der Kunstrasenplatz in Eidengesäß kann gebaut werden. Die Gemeinde gibt zu den bereits bewilligten 250 000 Euro weitere 110 000 Euro hinzu, großer Applaus und Jubel auf den Zuschauerplätzen.

Kurzer Rückblick: In der Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses hatten sich CDU, Bürgerliste und Grüne noch gegen die zusätzliche Förderung ausgesprochen und die Finanzierungsfrage gestellt. In der Folge machten die Vorsitzenden der SG Altenhaßlau/Eidengesäß in einem Schreiben an die Parlamentarier die Bedeutung des Projekts für die Zukunft des Vereins und die Jugendarbeit deutlich. Das hat offensichtlich gewirkt. Die Diskussion am Montagabend in der Sitzung der Gemeindevertretung ist kontrovers; und lange scheint auch nicht festzustehen, wie die Mandatsträger entscheiden werden. Die Fußballer jedenfalls verfolgen die Debatte gespannt und begleiten sie mit Applaus und einzelnen Unmutsbekundungen.

Als erstes spricht CDU-Fraktionschef Timo Geppert. Er bringt einen Antrag ein, den seine Fraktion gemeinsam mit der Bürgerliste formuliert hatte. Der besagt: Kunstrasen ja, wenn ein Teil des maroden Sportplatzes in Altenhaßlau verkauft und somit die Finanzierung gesichert wird. Denn Geppert sieht weitere Kostenrisiken bei dem Projekt: „Diese Risiken würde dann wieder die Gemeinde tragen.“ Auf der anderen Seite schätze die CDU die hervorragende Jugendarbeit des Vereins, und die Fusion sei eine gute Entscheidung gewesen. Aber: „Die Gemeinde schwimmt nicht im Geld.“ Ein Teil des Sportplatzes in Altenhaßlau zu verkaufen, sei es nun an den Kreis oder einen Investor, ergebe Sinn: „Sie bekommen ihren Platz und wir Erlöse“, sagt Geppert.

Bürgermeister Albert Ungermann (SPD) sieht dagegen keine Notwendigkeit, den Kunstrasenplatz in Altenhaßlau teilweise zu veräußern: „Der aktuelle Haushalt hat ein Investitionsvolumen von 22 Millionen Euro, da fallen 110 000 Euro kaum ins Gewicht, das entspricht gerade mal 0,5 Prozent.“

Mehr in der GNZ vom 6. Juli.

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