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Ein Denkmal verfällt

Grempsches Haus: Geschichtsverein fordert Gemeinde auf, Konzept zum Erhalt zu erarbeiten

11 Okt 2019 / 16:04 Uhr
Linsengericht-Altenhaßlau (re). Inmitten des historischen Ortskerns von Altenhaßlau verfällt ein Gebäude, das über Jahrhunderte Mittelpunkt des dörflichen Lebens war. Es handelt sich um die ehemalige Gastwirtschaft „Zum Schwan“, die sich seit 1847 im Besitz der Familie Gremp (später Ast) befand und 1975 in den Besitz der Gemeinde Linsengericht überging. Die habe heute aber offenbar kein Interesse mehr am Erhalt des Grempschen Hauses, kritisiert der Heimat- und Geschichtsverein Linsengericht.

Dabei besaß die Gemeinde Altenhaßlau diese Gastwirtschaft schon einmal, mindestens seit Mitte des 18. Jahrhunderts und verpachtete sie, ehe sie sich 1772 von dem Gebäude trennte und es versteigerte. Der heutige Fachwerkbau in der Hauptstraße von Altenhaßlau datiert aus dieser Zeit. Ursprünglich dürfte die Gastwirtschaft aufgrund ihrer Lage an einer wichtigen Handelsroute als Umspannplatz und Raststätte für Fuhrleute eingerichtet worden sein, obwohl sich nur wenige Meter entfernt mit dem Hanauer Hof eine weitere Gastwirtschaft befand, die es schon im 16. Jahrhundert gab und ebenfalls der Gemeinde Altenhaßlau gehörte. Im Laufe der Jahrhunderte wurde die spätere Gastwirtschaft „Zum Schwan“ zum Mittelpunkt des dörflichen Lebens und Zeuge der bewegten Vergangenheit. Zur Zeit der Napoleonischen Kriege wurden auf Kosten der Gemeinde immer wieder Soldaten und Offiziere in der Wirtschaft einquartiert und Pferde im Stall untergestellt.

Mehr dazu in der GNZ vom 12. Oktober.

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