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Mit schwerem Herzen

Nach 36 Jahren schließt Ulrich Lochmann die Johannis-Apotheke in Eidengesäß

08 Jun 2020 / 17:09 Uhr
Linsengericht-Eidengesäß (pfz). Vor 36 Jahren zog Ulrich Lochmann nach Eidengesäß und eröffnete seine Johannis-Apotheke in der Dorfstraße 33. Zum 31. Juli wird er die Apotheke nun schließen – mit einer großen Portion Wehmut. Seine Kunden sind ihm sehr ans Herz gewachsen, berichtet Lochmann im Gespräch mit der GNZ. Betriebswirtschaftliche Gründe zwingen ihn nun aber zu diesem Schritt. Seine Filiale in Altenhaßlau, die Wildhaus-Apotheke, bleibt geöffnet und wird nun zur Hauptapotheke des 64-Jährigen.

Lochmann wuchs in Groß-Umstadt auf. Nach dem Abitur entschied er sich zunächst für ein Chemiestudium in Frankfurt. In den Semesterferien arbeitete er in einer Klinik und entdeckte seine Leidenschaft für Arzneimittel. 1975 begann er dann ein Studium der Pharmazie, die Approbation als Apotheker erhielt er im Jahr 1980. Heute sagt er: „Der Beruf ist mir richtig ans Herz gewachsen.“ Seine erste Stelle trat er in einer Apotheke in Hanau an, wo er auch seine spätere Frau aus dem Gelnhäuser Stadtteil Roth kennenlernte. Und schnell stand dann auch der Entschluss, gemeinsam nach Eidengesäß zu ziehen und eine Apotheke zu eröffnen. In der Dorfstraße 33 fanden sie den geeigneten Ort. „Die Backstube der Bäckerei wurde geschlossen, daraus wurde dann die Apotheke“, erinnert sich Ulrich Lochmann, der seinerzeit auch eine Wohnung im selben Haus bezog. Und nur fünf Jahre später übernahm Lochmann die Wildhaus-Apotheke in Altenhaßlau als Filiale.

Nun muss er die Johannis-Apotheke also schweren Herzens schließen: „Es lohnt sich ertragsmäßig nicht mehr“, betont der 64-Jährige.

Mehr dazu in der GNZ vom 9. Juni.

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