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Neonazi zu Haftstrafe verurteilt

Linsengerichter war an Gewalttaten während Mai-Demo in Halle beteiligt

08 Feb 2019 / 17:45 Uhr

Linsengericht/Halle (pfz). Das Landgericht Halle hat gestern einen Neonazi aus Linsengericht wegen gefährlicher Körperverletzung zu einer Haftstrafe von drei Jahren und sechs Monaten verurteilt. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass Carsten M. 2017 auf einer Mai-Demo in Halle auf Gegendemonstranten und Passanten eingeprügelt hat (die GNZ berichtete). Der Mann soll eine der Führungsfiguren der Neonazigruppe „Aryans“ (Arier) sein, wie der Hessische Rundfunk (HR) berichtet.

Mit Carsten M. saß Martina H. aus Ramstadt im Kreis Darmstadt-Dieburg auf der Anklagebank. Sie kam glimpflicher davon: Das Gericht verhängte eine Haftstrafe von einem Jahr und zwei Wochen auf Bewährung und folgte damit laut HR im Wesentlichen der Forderung der Staatsanwaltschaft, während die Verteidigung auf Freispruch aus Mangel an Beweisen plädiert hatte. Die Argumentation: Die Taten seien nicht zweifelsfrei nachgewiesen worden.

Der Mann aus Linsengericht war bereits mehrfach wegen Verstößen gegen das Waffengesetz aufgefallen. Unter anderem war er vom Amtsgericht Gelnhausen im Juni 2018 zu einer Geldstrafe in Höhe von 3000 Euro verurteilt worden (die GNZ berichtete).

Mehr dazu in der GNZ vom 9. Februar.

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