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Noch keine Mittel für Kunstrasenplatz

Anträge von Fraktionen und Vereinen für den Nachtragshaushalt 2020 der Gemeinde Linsengericht

24 Jan 2020 / 17:38 Uhr
Linsengericht (pfz). Am Donnerstagabend hat der Linsengerichter Haupt- und Finanzausschuss Anträge von Fraktionen und Vereinen für den Nachtragshaushalt 2020 der Gemeinde beraten. Mehr als zwei Stunden tagte das Gremium im kleinen Sitzungssaal des Rathauses.

Der Nachtragshaushalt wird nötig, weil es bei Bauprojekten Verzögerungen gab und die Kosten in diesem Sektor steigen, wie Bürgermeister Albert Ungermann dem Gemeindeparlament Anfang Dezember mitteilte (die GNZ berichtete). Steuern und Abgaben bleiben konstant. Ungermann berichtete damals, dass die Gemeinde am Jahresende mit einem Überschuss von rund 183 000 Euro rechnet. Der Finanzausschuss hat nun in seiner Sitzung mit den Stimmen von SPD und Grünen bei vier Enthaltungen von CDU und Bürgerliste dem Parlament die Zustimmung zu dem Zahlenwerk empfohlen. Nachfolgend ein Überblick, welche Anträge von Fraktionen und Vereinen im Etat berücksichtigt werden sollen – und welche nicht.

Neue Helme für die Feuerwehr: Um aktuelle Richtlinien zu erfüllen, benötigt die Linsengerichter Feuerwehr neue Helme. Einstimmig sprach sich der Haupt- und Finanzausschuss dafür aus, 50 000 Euro in den Nachtragshaushalt einzustellen, damit die Schutzausrüstung der Einsatzkräfte auf dem neuesten Stand ist.

Bau eines Kunstrasenplatzes in Eidengesäß: Die Vereine SKG Eidengesäß und FSV Altenhaßlau, die bereits eine Spielgemeinschaft bilden, stehen kurz vor der Fusion. Beide Klubs haben dieser schon zugestimmt. Voraussetzung für die Verschmelzung ist allerdings, dass der Hartplatz in Eidengesäß in einen Kunstrasen umgewandelt wird, wie anwesende Vereinsvertreter erklärten. Bis zu 500 000 Euro wird das schätzungsweise kosten. Der Kunstrasen in Altenhaßlau ist derweil nach 15 Jahren Lebensdauer nicht mehr zu reparieren, der FSV ist bereit, auf eine eigene Spielstätte zu verzichten und nur noch in Eidengesäß zu spielen – sofern es dort einen Kunstrasen gibt.

Der Ausschuss sprach sich allerdings dagegen aus, in den Nachtragshaushalt 2020 einen hohen Zuschuss für das Projekt einzustellen. „Es gibt noch viele offene Fragen“, sagte Sitzungsleiter Joachim Schmidt (CDU). Was passiert mit dem Sportgelände in Altenhaßlau, das auch für Schulsport genutzt wird? Und welche weiteren Arbeiten sind in Eidengesäß notwendig, etwa ein neuer Zaun am Sportplatz. Und Bürgermeister Albert Ungermann sagte: „Dieses Jahr investieren wir 19 Millionen Euro, wir können es uns gar nicht erlauben.“ Aber das Gremium war sich auch einig, ein positives Signal zu senden. Einstimmig sicherte der Ausschuss den Klubs zu, dieses Projekt positiv und konstruktiv zu begleiten. Gleichzeitig müssen die Vereine nun bis spätestens April einen genauen Projekt- und Kostenplan vorlegen. „Dann können wir sehen, was die Gemeinde finanzieren kann“, so Rathauschef Ungermann.

Den kompletten Überblick über die Anträge lesen Sie in der GNZ vom 25. Januar.

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