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Schläge, Stürze und ein Milzriss

Ehepaar beschuldigt sich gegenseitig / Weitere Zeugen müssen aussagen

29. März 2022 / 18:16 Uhr
Linsengericht (ls). Streit unter Eheleuten: Vor über zwei Jahren soll es zwischen den Partnern hoch hergegangen sein. Jetzt sahen sie sich vor dem Amtsgericht Gelnhausen wieder und gaben zwei unterschiedliche Versionen von dem Geschehen ab.

Laut Anklage der Staatsanwaltschaft Hanau soll der Ehemann in den Abendstunden des 6. März 2020 in der damals gemeinsamen Wohnung in Linsengericht nach einem verbalen Streit seine Frau mehrmals fest mit der Faust in den Bauch geschlagen haben, so dass ihre Milz riss. Eine schwere Verletzung, die operiert werden musste.

„Ich habe mir nichts vorzuwerfen“, beteuerte der 53-Jährige auf der Anklagebank seine Unschuld. Seinerseits beschuldigte er die Ehefrau, ihn geschlagen zu haben. Am Tatabend habe sie eine ganz Flasche Rheingauer Riesling konsumiert und sei dadurch zunehmend aggressiv geworden. Als sie beide über die Ausgestaltung einer Feier zu ihrem zeitnah anstehenden Geburtstag diskutierten – er war mit einem Gast, den sie einladen wollte, nicht einverstanden –, sei die Situation eskaliert. Sie habe ihn angegriffen, mehrfach seine Brille vom Gesicht geschlagen und sei auch schwer gestürzt – beispielsweise gegen den Ofen, berichtete er. Dieses Schicksal mit dem Sturz widerfuhr ihr angeblich auch am nächsten Tag im Garten beim Schneiden von Bäumen. Die 52-Jährige habe aber anschließend nicht über dauerhafte Schmerzen geklagt. Als er sich kurz darauf auf Geschäftsreise befand, bekam er einen Anruf von seiner Schwägerin, die ihm mitteilte, seine Frau habe wegen eines Risses der Milz notoperiert werden müssen.

Mehr lesen Sie in der GNZ vom 30. März.

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