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Von Johann Lafer zur Deutschen Bank

Der Altenhaßlauer Jörg Leroy arbeitete als Küchenchef beim Sterne- und Fernsehkoch

15 Jan 2021 / 15:37 Uhr
Linsengericht-Altenhaßlau. Jörg Leroy steht am Herd seiner Küche in Altenhaßlau. Ein kurzer Blick in die Pfanne, ein prüfender Griff. Das Rumpsteak ist fertig. Nach dem Anschnitt präsentiert es sich perfekt rosa gebraten und schmiegt sich in Tranchen an einen Kartoffel-Nussbutter-Stampf. Darauf zwei kleine Stiele Bimi-Brokkoli, umgeben von einer Schalotten-Pfeffersauce. Was wirkt, als hätte da jemand ein leckeres, gehobeneres Abendessen gekocht, entpuppt sich schnell als etwas völlig anderes.

Auf der anderen Seite des Herds ist eine Kamera angebracht, Scheinwerfer leuchten die Küche aus. Neben Leroy steht ein großer Monitor. Rund 30 Personen sind darauf in kleinen Feldern zu sehen. Sie alle stehen in ihren eigenen Küchen und kochen das selbe Gericht, das Leroy gerade in seiner Küche gezaubert hat. Sie alle sind Teil einer besonderen Weihnachtsfeier, die der Altenhaßlauer im Auftrag eines großen internationalen Konzerns als virtuelles Koch-Event veranstaltet. Für Leroy ist das aber nur ein Teil seiner Arbeit als Koch. Eigentlich kocht der 51-Jährige, der viele Jahre lang Küchenchef im Zwei-Sterne-Restaurant von Johann Lafer auf der Stromburg gewesen ist, für die Vorstandsgäste der Deutschen Bank in Frankfurt.

Dass Jörg Leroy Koch geworden ist, ein hochdekorierter noch dazu, verdankt er dem Zufall: „Ich hatte als Kind nie ein Faible für das Kochen. Und auch nicht sonderlich für das Lernen in der Schule“, erzählt er grinsend. Ein typischer, oft zu beobachtender Gesichtsausdruck bei dem gebürtigen Rheinländer. Leroy schmeißt kurz vor dem Abitur die Schule und hat keine rechte Idee, was er lernen möchte. Getreu dem Motto „Gegessen und getrunken wird immer“ beginnt er schließlich die Ausbildung in einem damals krisensicheren Job.

Mehr lesen Sie in der GNZ vom 16. Januar.

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