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Zwölf Jahre auf den Weltmeeren zuhause

Linsengerichts Erster Beigeordneter Helmut Bluhm berichtet von seiner Zeit auf See

09 Apr 2020 / 12:25 Uhr
Linsengericht-Eidengesäß (jol). Vor fast 40 Jahren trat Helmut Bluhm aus Eidengesäß seine Stelle im Amt für Landwirtschaft und Landentwicklung bei der Naturschutzbehörde in Gelnhausen an und wurde so im Kinzigtal bekannt. Doch davor lebte er ein ganz anderes Leben: „Ich war zwölf Jahre auf allen Weltmeeren unterwegs.“ Im Gespräch mit der GNZ gibt der ehemalige Schiffsingenieur und heutige Erste Beigeordnete der Gemeinde Linsengericht einen überraschenden Einblick in sein Leben vor seiner Zeit im Main-Kinzig-Kreis.

Helmut Bluhm wuchs in der Burgenstadt Schlitz im Fuldaer Land als Sohn ostpreußischer Eltern auf. Nach acht Jahren Volksschule begann er wenige Tage vor seinem 14. Geburtstag eine Lehre zum Maschinenschlosser bei der Firma Faber. Das Unternehmen war als Reparaturwerkstatt für Sägewerksmaschinen bundesweit unterwegs. „Diese Lehre hat mich für das ganze Leben positiv geprägt“, sagt Helmut Bluhm. Die Ausbildung öffnete eine Tür in einen ersten Lebensabschnitt, den man auch als Abenteuer beschreiben kann. „Zwei Bekannte aus Schlitz fuhren schon zur See. In einem Urlaub ließ ich mir von einem davon genau berichten, wie das Leben auf See ist.“

Bluhm notierte sich alles Wichtige und bewarb sich mit Einverständnis seiner Eltern noch vor dem 18. Geburtstag für die Seefahrt. Am 3. April 1968 wurde er auf einem Frachter der Bolten Reederei gemustert. Das Schiff war speziell für den Autotransport gebaut und langfristig an Volkswagen verchartert. „Auf der ersten Fahrt ging es mit 1700 VW-Käfer durch den Panamakanal nach Los Angeles, San Francisci und Vancouver“, erzählt Bluhm. Die Tagesabläufe waren streng geregelt und anstrengend. „Es war jeden Tag das gleiche. Von Mitternacht bis 4 Uhr musste ich Wache halten. Dann ging um 12 Uhr die normale Arbeitszeit los.“

Mehr dazu in der GNZ vom 11. April.

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