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„40 Prozent Mehraufwand“

Vereinsvorstände in der Coronakrise: Kai Löwe und Carsten Göllner vom TV Wächtersbach erklären, warum Ehrenamtler an ihre Grenzen stoßen

19 Jun 2020 / 10:15 Uhr
Main-Kinzig-Kreis (dg). Kai Löwe und Carsten Göllner sind überzeugte Vereinsmenschen. Seit vielen Jahren engagieren sich der Vorsitzende des TV Wächtersbach und der stellvertretende Kassierer ehrenamtlich im Vorstand der Messestädter. Ihre Aufgaben waren schon vor der Coronakrise umfangreich, durch die Pandemie hat Belastung der beiden Funktionäre nochmals in erheblichem Ausmaß zugenommen. Gedankt wird ihnen ihr Engagement nicht, im Gegenteil: Sie sehen sich in Zeiten der Notwendigkeit von Umsetzungen komplexer Hygienekonzepte zum Teil unsachlicher Kritik ausgesetzt - und sie fühlen sich von der Politik und Sportfachverbänden nicht genügend unterstützt. In dieser Konstellation stehen Löwe und Göllner exemplarisch für sehr viele Vorstandsmitglieder in den 559 Vereinen des Sportkreises Main-Kinzig.

Die beiden Vorständler des Wächtersbacher Turnvereins (der mit aktuell 1281 Mitgliedern auf Rang 13 der größten Sportvereine im Main-Kinzig rangiert) haben zeitintensive Wochen und Monate hinter sich: Erst der komplette Lockdown Mitte März, dann der von Seiten der hessischen Landesregierung erlaubte und vom Main-Kinzig-Kreis ab 18. Mai umgesetzte Re-Start des Vereinssports. Das alles musste organisiert und moderiert werden. „Wir haben derzeit einen Mehraufwand von 40 Prozent und stoßen als Ehrenamtler an die Grenzen des Machbaren“, erklären Löwe und Göllner unisono. Alles dazu lesen Sie in der GNZ vom 20. Juni.

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