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Abzocker auf dem Vormarsch

Schockanrufe am Telefon: Polizei warnt Senioren vor Trickbetrügern

28 nov 2021 / 14:12 Uhr
Main-Kinzig-Kreis. Ihr Geschäftsmodell ist die Überrumpelung: „Ihre Adresse steht auf der Liste einer Einbrecherbande“, „Ihr Sohn hat einen Unfall verursacht und benötigt eine Kaution“, „Ihre Schwester muss im Ausland wegen Corona behandelt werden und braucht Geld für ein neues Medikament aus den USA“ – Telefonbetrüger nutzen die Sorge ihrer Opfer um Angehörige aus, um an deren Ersparnisse zu gelangen. Die Erzählungen, in die sie ihre Gesprächspartner zu verwickeln versuchen, verändern sich ständig. Auch im Main-Kinzig-Kreis registriert die Polizei steigende Fallzahlen und setzt nun auf die Sensibilisierung potentieller Opfer.

Schockanrufe boomen. 2020 hat das Polizeipräsidium Südosthessen alleine 75 Anrufe registriert, bei denen sich die Betrüger als falsche Polizisten ausgegeben haben. 2016 lag die Zahl bei 30. Ähnlich verhält es sich beim sogenannten Enkeltrick. Hier sind im vergangenen Jahr sogar 85 Fälle bekannt geworden. „Die Dunkelziffer dürfte aber noch deutlich höher sein, da viele Opfer aus Schamgefühl die Taten gar nicht erst zur Anzeige bringen“, informiert Benjamin Wendt von der Stabsstelle Prävention in einem Pressegespräch des Präsidiums. Die Aufklärungsquote ist niedrig. Allerdings, das ist die gute Nachricht, bleibt es in den meisten Fällen beim Versuch.

Mehr dazu in der GNZ vom 29. November.

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