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„Angstblüte“ in heimischen Wäldern

Bäume wollen sich vermehren, bevor es zu Ende geht

04 Nov 2020 / 17:11 Uhr
Main-Kinzig-Kreis (dpa/lhe). Wer in diesem Herbst durch Wälder oder Parks streift, findet massenhaft Eicheln, Kastanien und Bucheckern am Boden. Forstexperten kennen solche „Mastjahre“ – und sind doch beunruhigt. Denn sie scheinen in schneller Abfolge aufzutreten.

„Man nennt das auch Angstblüte oder Angstmast“, sagt Samenexperte Lothar Volk vom Landesbetrieb Hessen-Forst. Er leitet die Saatgutstation in Hanau-Wolfgang. Möglicherweise hätten die sehr trockenen und sehr warmen Sommer damit zu tun, dass die Bäume häufiger Samen ausbilden, um das Überleben ihrer Art zu sichern. „Die These lautet: Der Baum hat Angst und will sich vermehren, bevor es mit ihm zu Ende geht“, sagt Volk.

Der Samenexperte hat schon seit Langem den Eindruck, dass Mastjahre schneller aufeinander folgen. „Früher war das vielleicht alle zehn Jahre der Fall, jetzt eher alle fünf.“ Besonders auffällig sei das Phänomen in diesem Jahr bei Eichen.

Mehr dazu lesen Sie am Donnerstag, 5. November, in der GNZ.

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